Kulturverein Olmo e. V.
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Seite aktualisiert am 2. Juni 2026
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Historische Postkarte des Monats
Stolperfest für den Deserteur
Ernst Gravenhorst
Sa 27. Juni in Alsterdorf + + +
Nähere Informationen hier. Spenden für den Stein und für den Druck des Begleitheftes sind willkommen
Neuerscheinung
100 Jahre Arbeiterfotografie - Arbeiterfotograf Gerhard Daehnel
Zum Stolperfest für den Arbeiterfotografen Gerhard Daehnel gab Olmo e. V. ein Begleitheft (36 S., ill.) heraus, das zum Preis von 5€ erhältlich ist (+ Porto 1,80€). Es schildert die Arbeitsweise der von Daehnel geleiteten Arbeiterfotografen-Gruppe sowie den Lebensweg des Schiffbauers Gerhard Daehnel. Die Auflage liegt bei nur 100 Expl.
Demnächst:
"Rotsport und Russenbenzin"
Im Juli 2026 erscheint der von René Senenko vorbereitete Sammelband "Rotsport und Russenbenzin" mit 13 Beiträgen von 7 Autor*innen über die letzten Jahre Hamburgs vor 1933. Ein Schwerpunkt in diesem reich illustrierten Band liegt auf der Arbeiterfotografie, deren Verband vor 100 Jahre gegründet wurde. Inhaltsverzeichnis. Vorbestellungen an [email protected]
Ticker + + +
Ticker 31.5.26 + + + Stolperfest für Jenny Gertz + + + Ein weibliches Trio (Bärbel Huber, Helene Hohmeier, Gosia Lazurek) stellte in wechselnden Rollen eine Stunde lang das bewegte Leben der revolutionären Tanzpädagogin Jenny Gertz (1891-1966) vor. Gegenüber dem Literaturhaus, vor dessen Pforte heute der Stolperstein mit Blumen geschmückt wurde, und mit Blick auf die Außenalster bekam das Stolperfest einen festlich frühsommerlichen Rahmen. Zu danken war das auch dem Gitaristen Denis Wißmann und der Logistik (Pavillon, Verstärker, Bänke) von Comm e.V. + + + Bildbericht + Begleitheft erhältlich (4€)
Ticker 23.5.26 + + + Stolperfest für die Arbeiterfotografie + + + Stimmungsvoll verlief bei sommerlichen Temperaturen das heutige Stolperfest für den Arbeiterfotografen Gerhard Daehnel (1905-1975) in der Isestraße 28, wo Daehnel einst als Hausmeister angestellt war und mit seiner Familie im Souterrain wohnte. Angehörige von Daehnel beteiligten sich rege an der Veranstaltung, seine Tochter Inge war aus Dänemark angereist. Lothar Zieske und René Senenko machten mit dem szenischen Dialog "Unsere Fotos waren Beweismittel" die Arbeit der Hamburger Arbeiterfotografen in der Weimarer Republik anschaulich, Denis Wißmann begleitete das kleine Fest musikalisch auf seiner E-Gitarre + + + Bildbericht + Begleitheft erhältlich
Ticker 21.5.26 + + + Bei der Marathonlesung + + + Bei der heutigen Marathonlesung anlässlich der Veranstaltung zur Erinnerung an die Bücherverbrennung im Mai 1933 am Kaiser-Friedrich-Ufer lasen wir Auszüge aus Otto Lehmann-Russbüldts "Die blutige Internationale der Rüstungsindustrie" aus dem Jahr 1929. Überhaupt kamen heute vorwiegend Antikriegs-Texte zu Gehör. Helga Obens, die Organisatorin des Gedenkens vor Ort, berichtete von mehr als 800 Zuhörerinnen und Zuhörern am heutigen Tag
Ticker 13.5.26 + + + Recherche in Leipzig + + + Um bei der Stolperstein-Übergabe für Jenny Gertz gerüstet zu sein, recherchierten wir heute im Leipziger Nachlass von Jenny Gertz, der in der Universitätsbibliothek Leipzig verwahrt wird + + + Das Foto (links) aus dem Nachlass zeigt eine Probe zum Revolutionsspiel im Juli 1928
Ticker 8.5.26 + + + Der 8. Mai am Jungfernstieg + + + Selten erlebten wir in den letzten Jahren eine so gut vorbereitete und beworbene Feier zum 8. Mai wie heute auf dem Jungfernstieg. Ein vielfältiges Programm, ausgerichtet vom "Hamburger Ratschlag für den 8. Mai als Feiertag", lud bei schönstem Frühjahrswetter von 12-22 Uhr ein, sich an der Bühne niederzulassen, die in diesem Jahr einen geradezu idealen Standort gefunden hatte. Olmo beteiligte sich mit dem launigem Dialog "Egon Erwin Kisch elbabwärts - Warum Paraplüs manchmal so teuer sind“ (siehe Foto) von Lothar Zieske und René Senenko, der sich mit illegalen Kriegslieferungen vor 100 Jahren nach China befasste, die Kisch in seinem 1933 erschienenem Buch "China geheim" thematisierte. + + + Foto: Gosia Lazurek
Ticker 3.5.26 + + + 10 Tage Wien + + + Olmo weilte zehn Tage im April und Mai 2026 in Wien. Auf dem Ausflugsprogramm standen die Schauwohnung der kommunistischen Architektin Margarete Schütte-Lihotzky, die Jugendstätten des Dramatikers Jura Soyfer (geführt von Dr. Arlt von der Jura-Soyfer-Gesellschaft), die Dauerausstellung "Das rote Wien" im Waschsalon am Karl-Marx-Hof, der Winarsky-Hof (eines der Gemeindebauten), der genossenschaftliche Mila-Supermarkt, das alternative Café "7Stern", die Skulpturen von Alfred Hrdlicka am Höchstädtplatz und an der Albertina sowie Orte des Justizpalastbrandes (1927) und des Februaraufstandes (1934). + + + Das Foto von R. Senenko zeigt einen der imposanten Durchgänge am Karl-Marx-Hof im 19. Wiener Gemeindebezirk
Ticker 22.4.26 + + + Auf ins rote Wien! + + + Weilte Olmo im Mai 2025 in Prag, um in Archiven und an Stätten der historischen Arbeiterbewegung zu graben, zieht es uns dieses Mal zehn Tage lang auf ganz gleichartigen Spuren nach Wien. Mal schauen, ob es die Lassalle-Säule in der Brigittenau noch gibt (wer das rote Wien gut kennt, weiß die Antwort). Die Abbildung links zeigt die Säule auf einer historischen Postkarte um 1930; Sammlung Senenko
Ticker 18.4.26 + + + Gedenkem am Höltigbaum + + + Nach musikalischen und literarischen Beiträgen von Denis Wißmann, Hansjürgen Menzel-Prachner und Lothar Zieske stellte Hans-Joachim Klier Pläne zur Umgestaltung des Gedenkorts vor, um diesen sichtbarer zu machen. Denn rund 330 Deserteure u. a. Opfer der NS-Militärgerichte haben hier am Truppenschießplatz Höltigbaum bis Ende April 1945 ihr Leben gelassen. Abschließend zeigte Detlef Mielke von der DFG-VK in seiner Rede die Konsequenzen des Zwangsdienstes bei der Bundeswehr auf ("Wehrdienst"). + + + Foto nko
Ticker 15.4.26 + + + Gedenkmarsch-Fotos von Stefan Nagott + + + Der Berufsfotograf Stefan Nagott machte am ersten Tag unseres Gedenkmarschs Aufnahmen, die er uns nun zur Verfügung stellt. Danke an Stefan! + + + Eine Auswahl +++ Stefans eigene Fotoseite
Ticker 13.4.26 + + + Tag 2 des Gedenkmarschs + + + 70 Schüler*innen aus den Klassen 7 bis 11 der Schule am Heidberg beteiligten sich am 2. Tag des Gedenkmarschs, der an der Gedenkstele am Ochsenzoll begann und in Kisdorf endete, wo 1945 der erste Tote der Kolonne zu beklagen war. Der Fotograf niloc stellte Fotos von beiden Marschtagen auf der Internetseite des Hamburger Archivs der sozialen Bewegungen zur Verfügung: Tag 1 und Tag 2 + + + Auch die Schule postete Fotos von ihrer Beteiligung am March
Ticker 12.4.26 + + + Gedenkmarsch zur Todeskolonne 1945 + + + Der erste Tag des Gedenkmarschs verlief bei sonnigem Wetter planmäßig. Nach dem morgendlichen Auftakt an der KZ-Gedenkstätte Fuhlsbüttel folgte der 50-köpfige Marsch der Route bis zur Tangstedter Landstraße, wo die Geschichts- und Zukunftswerkstatt Langenhorn mit einer Ausstellung zum Thema aufwartete. Nachmittags endete der erste Marschtag an der Gedenkstele am Ochenszoll. + + + Kurzvideo
Ticker 28.3.26 + + + Gedenkstele am Ochsenoll instandgesetzt + + + Ulrike und Uwe Nitschke von der Evangelisch Luth. Kirchengemeinde St. Jürgen in Langenhorn haben - wie jedes Jahr - die am ZOB Ochsenzoll befindliche Dreikant-Stele, die an Zwangsarbeit und Rüstung im "Hanseatischen Kettenwerk" erinnert, instandgesetzt, d.h. befestigt, begrünt und gesäubert, sodass der Gedenkort für den Gedenkmarsch am 12./13. April ein würdiges Aussehen angenommen hat. Auch ersetzten sie die zerschlissene Kunststoffumfassung durch eine solidere aus Metall. Olmo sagt DANKE! + + + Foto Nitschke
Ticker 12.3.26 + + + Stolperstein für Arbeiterfotografen verlegt + + + Heute Nachmittag wurde an der Isestraße 28 (Harvestehude) der von Olmo angestoßene Stolperstein für den Arbeiterfotografen Gerhard Daehnel (1905-1975) verlegt. Das Stolperfest für dieses Denkzeichen plant Olmo für den Frühsommer. Angehörige von Gerhard Daehnel haben ihr Kommen zugesagt + + + Kurzvideo (58 sek) von der Stolpersteinverlegung
Ticker 8.3.26 + + + Andreas Karmers im Zeisekino + + + Eine Filmveranstaltung mit Andreas Karmers im Zeise-Kino mit einem seiner drei Filmdokus über das legendäre Gängeviertel ist erlebenswert, zB heute nach der Aufführung des ersten Teils seines Dreiteilers + + + Die nächsten Aufführungstermine
Ticker 7.3.26 + + + Stolpersteine für Barthel und Berger gereinigt + + + Olmo reinigte heute die drei Stolpersteine an der Langenhorner Chaussee 623 (unweit U-Bf. Ochsenzoll), die den beiden hingerichteten Fliegersoldaten Karl-Heinz Barthel und Otto Berger, die hier im einstigen Kettenwerk im Januar 1944 aus der Halle 14 (Beize) ausgebrochen sind, um der Zwangsarbeit zu entkommen + + + Unser Video (4min) klärt über diesen Fall auf
Ticker 7.3.26 + + + Kurzvideo im Projekt "Flucht aus dem Kettenwerk" + + + Olmo hat nach der erfolgreichen Premiere des Theaterstücks "Flucht aus dem Kettenwerk" ein Kurzvideo erstellt, das kurz den historischen Background schildert und für den Stolperstein für Ernst Gravenhorst wirbt + + + Das Video (4min)
Ticker 5.3.26 + + + Volles Haus bei "Flucht aus dem Kettenwerk" + + + Für die Woche des Gedenkens in Hamburg-Nord hat die Gedenkstättenpädagogin Kim Kielau für Olmo das dokumentarische Theaterstück "Flucht aus dem Kettenwerk" inszeniert, das auf einer wahren Geschichte aus dem Jahr 1944 basiert. Heute war bei "ella" Premiere. Mehr dazu auf unserer neuen Unterseite + + + Video (35sek)
Ticker 25.2.26 + + + Biografische Daten über den Arbeiterfotografen Richard Christlieb + + + Bisher lagen der Forschung nur sehr wenige Informationen über Arbeiterfotografen vor, die Mitglied der Hamburger Ortsgruppe des "Verbandes der Arbeiterfotografen Deutschlands" (VdAFD) waren. Deshalb freuen wir uns, dass nun - da der 100. VdAFD-Jahrestag bevorsteht - ein Enkel des Hamburger Werftarbeiters und VdAFD-Mitglieds Richard Christlieb uns biografische Daten und Fotos über seinen Großvater zur Verfügung gestellt hat. + + + Das Foto zeigt Christlieb in den 1950er Jahren
Ticker 22.2.26 + + + Tochter von Ernst Gravenhorst meldet sich + + + Den opulenten Beitrag von Olaf Wunder über die "Flucht aus dem Kettenwerk", der am 6. Februar in der Mopo erschien, hatte auch Charlotte Gravenhorst aus Hamburg gelesen. Sie ist die Tochter von Ernst Gravenhorst, einer der drei Männer, denen unser Theaterstück "Flucht aus dem Kettenwerk" gewidmet ist. Sie sandte uns Fotos ihres Vaters und wird an der Premiere unseres Theaterstücks und an der Übergabe des Stolpersteins, der ihrem Vater gewidmet ist, teilnehmen. + + + Das nebenstehende Foto zeigt ihren Vater in der Uniform einer Strafkompanie
Ticker 6.2.26 + + + Die Mopo und "Die Flucht aus dem Kettenwerk" + + + Basierend auf den Forschungen von Olmo hat der Journalist Olaf Wunder in der jüngsten Ausgabe (6.2.26) einen drei-einhalb-seitigen Bericht verfasst, der zudem das von Kim Kielau inszenierte Theaterstück zum gleichen Thema ankündigt + + +
Ticker 24.1.26 + + + Im Bunker + + + Olmo war zu Gast beim 20-jährigen Vereinsjubiläum von "Hamburger Unterwelten e. V." im großräumigen Bunker unter dem Hamburger Hauptbahnhof. Im 2. Weltkrieg errichtet, wurde er im Kalten Krieg als Atombunker reaktiviert. Die Anlage sollte Sicherheit und Schutz vorgaukeln, doch wurde bei unserer Führung deutlich, dass es im Ernstfall keinen wirklichen Schutz für die Bevölkerung Hamburgs gegeben hätte. + + + Wir planen nun, für Olmo e. V. eine exklusive Führung durch die Anlage zu ermöglichen + + + Foto nko
Ticker 19.1.26 + + + Texttafel für Ossietzky + + + Olmo hat in den letzten Jahren mehrfach vorgeschlagen, an der Grindelallee 1 eine Gedenktafel für Carl von Ossietzky anzubringen, der dort 1919-1920 gewohnt hat. Seit das attraktive Miethaus endlich gerüstfrei ist, wiederholen wir den Vorschlag. Dieses Mal bleiben wir dran + + + Porträtskizze: nko
Ticker 4.1.26 + + + Endlich ein Logo für das Völkerrecht + + + Nun wird es aber Zeit, dass auch das Völkerrecht ein eigenes Logo bekommt, sagte sich der "Ausschuss für die wirkliche Hebung der Verteidigungsbereitschaft" und entwarf einen Appetitmacher, der von jedem Regime, dem nach mehr Land und Ressourcen lechzt, verfrühstückt werden kann. Denn Käse öffnet den Magen + + +
Ticker 30.12.25 + + + Flyer WdG 2026 + + + Ab sofort steht der Flyer für die "Woche des Gedenkens in Hamburg Nord 2026" zum Download bereit + + +
Ticker 19.12.25 + + + History-Theater + + + Olmo bereitet derzeit für die "Woche des Gedenkens in Hamburg-Nord" die Inszenierung einer wahren Begebenheit am Ochsenzoll im Kriegsjahr 1944 vor. Titel: "Flucht aus dem Kettenwerk" + + + Jugendliche, die an dem Stück mitwirken wollen, melden sich bei [email protected] + + + Die Erstaufführung findet am 5. März 2026 im ella-Kulturhaus Langenhorn statt. Näheres + + +
Ticker 18.12.25 + + + Exkursion nach Dresden und Leipzig + + + Drei Olmo-Mitglieder begaben sich fünf Tage lang auf Spurensuche und zu Kulturstätten in Sachsen. Im gemütlichen Dresden suchten sie den Herbert-Wehner-Gedenkort in Strießen auf, desgleichen das Schillerhaus in Loschwitz und nahmen an einer Führung durch die Galerie Alte Meister teil. Im lebhaften Leipzig besuchten sie das Liebknechthaus in der Braustraße, den Gasthof "Felsenkeller" (siehe Foto), wo dereinst Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und Ernst Thälmann sprachen, das Hanns-Eisler-Haus sowie das kleine eindrucksvolle Capa-Haus mit dem Verlag Hentrich & Hentrich in der Jahnallee. Auch stolperten sie über drei Stolpersteine für den marxistischen Philosophen Josef Schleifstein und seine Angehörigen + + +
Ticker 12.12.25 + + + Rolf Becker verstorben + + + Der bekannte Schauspieler Rolf Becker ist 90-jährig in Hamburg verstorben. Der Künstler Meinhard Raschke hat ihn im Mai noch porträtiert, und Olmo gab die Zeichnung als Postkarte heraus + + +
Ticker 4.12.25 + + + Gedenkbuch für sowjetische Kriegefangene auf dem Friedhof Ohlsdorf + + + Namensliste für die auf dem Gräberfeld für sowjetische Kriegsgefangene in Ohlsdorf bei Kapelle 9 bestatteten 384 Toten der Roten Armee, die in den Kriegsgefangenenlagern („Stalag“) in Norddeutschland 1941-1945 umgebracht worden sind. Das Gedenkbuch + + +
Ticker 1.12.25 + + + Ludwig-Baumann-Stele kommt! + + + Da die Spendensammlung für das Hamburger Ludwig-Baumann-Denkmal fast abgeschlossen ist, hat die "Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz" die geplante Stele nun in Auftrag gegeben. Zu Ludwig Baumanns 105. Geburtstag am 13.12.26 soll sie in Jenfeld übergeben werden. Im Bild die Kunstschaffenden Ricarda Wyrwol und Ulrich Rölfing, welche den Auftrag übernommen haben (Fotos Senenko) + + +
Ticker 26.11.25 + + + Nachkriegsabgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft mit vormaliger NSDAP-Mitgliedschaft + + + Der Kasseler Forscher Helmut Géwalt hat bereits im Jahr 2004 die von ihm recherchierten Namenslisten von Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft vorgelegt, die vor 1945 Mitglied der NSDAP gewesen sind, darunter bekannte Personen des öffentlichen Lebens. +++ Bis heute haben weder Bürgerschaft noch Senat eine solche Auflistung in Auftrag gegeben geschweige denn veröffentlicht. Wir holen das hiermit nach. Die Listen + + +
Ticker 18.11.25 + + + Stolperstein für Jenny Gertz liegt + + + Peter Hess, der in Hamburg die Stolpersteininitiative leitet, übersandte uns das Foto vom Stolperstein für die Tanzpädagogin Jenny Gertz. Der Stein wurde heute unmittelbar am Hamburger Literaturhaus, Schwanenwik, verlegt, wo Jenny G. einst tätig war. Eine erste größere Spende für diesen Stein ging von Rita Bake ein, wofür sich Olmo herzlich bedankt. Weitere Spenden werden für die musikalisch begleitete Übergabe des Steins im Mai 2026 und für den Druck einer Begleitbroschüre Verwendung finden + + +
Ticker 12.11.25 + + + »Wirklicher Friedenspreis« geht an Armin Papperger + + + Der am 2. August vom "Ausschuss für die wirkliche Hebung der Verteidigungsbereitschaft" ins Leben gerufene »Wirkliche Friedenspreis« geht dieses Jahr an Armin Papperger aus Kassel. Diese Wahl war unumgänglich geworden, nachdem die "Wirtschaftliche Gesellschft für Westfalen und Lippe" beschlossen hatte, ihren Friedenspreis an die Nato zu vergeben + + +
Ticker 10.11.25 + + + Zu Gast beim Malerkreis Raschke + + + Olmo schaute heute beim Malerkreis Raschke in Langenhorn den 10 anwesenden Künstlerinnen und Künstlern über die Schulter, denn Meinhard Raschke engagierte sich in den letzten Monaten mehrfach für Olmo. Im Bild Gerda Raschke + + +
Ticker 9.11.25 + + + Historischer Bremen-Rundgang + + + Olmo lud heute Nachmittag zu einem Rundgang mit dem Historiker Prof. Jörg Wollenberg durch die Innenstadt vom Bremen ein, zunächst auf den Spuren von Rosa Luxemburg, die oft in Bremen weilte, dann zu Stätten der Naziherrschaft. Im abschließenden Gespräch in einem Lokal erfuhren wir viel über die zahllosen Themen, Bücher und Projekte, mit denen der 88-jährige Historiker befasst war und ist. Olmo sagt Danke, lieber Jörg Wollenberg, für diesen einzigartigen Nachmittag! + + +
Ticker 3.11.25 + + + Erneut Stolperstein beantragt + + + Olmo plant wiederum die Verlegung eines Stolpersteins, dieses Mal für den Infanteristen der Wehrmacht Ernst Gravenhorst (1923-1976). Gravenhorst kam im 2. Weltkrieg nach seinem Einsatz in Griechenland verwundet in ein thüringsches Lazarett, von wo er 1943 bei einem Versuch zu desertieren gefasst und von einem Feldgericht zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, die er in Fuhlsbüttel verbüßen sollte. Er wurde als Strafgefangener in ein Arbeitskommando im Langenhorner Rüstungsbetrieb "Kettenwerk" gesteckt, unternahm aber mit zwei Mitgefangenen im Januar 44 einen Fluchtversuch. Seine Kameraden konnten fliehen, Gravenhorst jedoch wurde vom Werkschutz aufgegriffen, kam ins Lager Esterwegen, wurde von dort in ein "Bewährungsbataillon" gepresst und geriet am 8. Mai 1945 in Kurland in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Er überlebte den Krieg. + + +
Ticker 31.10.25 + + + Wiederentdeckt: Der schwedische Maler Anders Zorn + + + Heute war Eintritt frei in allen Hamburger Museen! Das ließen sich Tausende nicht zweimal sagen und standen in langen Schlangen an der Kunsthalle an, um die großartige Werkschau des schwedischen Malers Anders Zorn (1860-1920) in Augenschein zu nehmen + + +
Ticker 25.10.25 + + + Neue Schriftsteller-Porträts von Meinhard Raschke +++ Der Hamburger Künstler Meinhard Raschke hat wieder eine Anzahl Porträts geschaffen, die Bestandteil einer Serie über bekannte Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts werden sollen + + + Das nebenstehende Aquarellbild zeigt Hermann Hesse + + +
Ticker 23.10.25 + + + Aktivist Lothar Zieske stellte uns seinen Pressebeitrag aus der jüngsten Ausgabe der Wochenschrift "Ossietzky" (Nr. 20) zur Verfügung: Ein Nachklapp zu den Aktivitäten von Olmo während des Nato-Manövers "Red Storm Bravo" + + + PDF
Ticker 12.10.25 + + + 100 Jahre "Panzerkreuzer Potemkin" + + + Das Metropolis-Kino in Hamburg ehrte heute gemeinsam mit dem Blasorchester "Tuten & Blasen" den Filmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergej Eisenstein, ein Werk, das vor 100 Jahren in Moskau seine Erstaufführung erlebte. Der Kinosaal war brechend voll, die Leistung des Orchesters großartig, der Film nach wie vor inspirierend + + +
Ticker 10.10.25 + + + Surrealismus-Schau endet + + + Am Sonntag (12.10.) geht die Surrealismus-Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle zu Ende. Man darf dort aber genauer hinschauen als es die Kuratoren tun. So bezieht sich René Margrittes Bild "Der mörderische Himmel" von 1927 auf den Genozid Frankreichs und Spaniens an den Rifkabylen in Marokko mit Giftgas (bis 1926) + + +
Ticker 3.10.25 + + + Ein Stolperstein für den Arbeiterfotografen Gerhard Daehnel + + + Heute meldete Olmo e. V. den Wunsch nach Verlegung eines Stolpersteins in der Isestraße 28 an. Der Stein wird dem letzten Vorsitzenden der Hamburger Arbeiterfotografen vor 1933 gewidmet sein: Gerhard Daehnel (1905-1975). Daehnel war Kommunist, Beruf: Schiffsbauer. Wir verdanken ihm wertvolle Aufnahmen von den Rüstungstransporten im Hamburger Hafen, vom Sprengstoffwerk Krümmel, von einer Hamburger SA-Kaserne u.a. mehr. 1933 war er in Fuhlsbüttel vier Wochen in Haft. Er starb in Hamburg 1975 + + + Spenden für den Stein, für die geplante Begleitbroschüre und das Stolpersteinfest, das 2026 in der Isestraße stattfinden wird, sind gern gesehen + + +
Ticker 28.9.25 + + + Mahnwachen vom 20. bis 28.9. beendet + + + Um das 8-Meter-Banner "Nein zu Kriegsübungen in Hamburg" bis zum Ende des Manövers "Red Storm Bravo" öffentlich zeigen zu können, haben wir am Deserteursdenkmal bei schönster Herbstsonne täglich von 14 bis 17 Uhr Mahnwachen durchgeführt, begleitet von Musik und Lesungen. An zwei Tagen kam es zu Zwischenfällen, bei denen das Banner entwendet wurde, einmal durch die Polizei, ein zweites Mal durch einen gewalttätigen Bürger, der uns "Putinschweine" nannte. + + + Der Künstler Meinhard Raschke hielt die Auftaktveranstaltung am 19. September zeichnerisch fest (Video) + + +
Ticker 26.9.25 + + + Polizeikommando wegen Olmo-Banner + + + Als heute Nachmittag ein rabiater Bürger unser Banner "Nein zu Kriegsübungen" vom Deserteursdenkmal herunterriss, kam es zum Handgemenge, bei dem schließlich mehr als 12 Polizeibeamte in drei Einsatzwagen auftauchten. Irgendein nervöser Einsatzleiter hatte mitten im Natomanöver "Red Storm Bravo" den Ernstfall vermutet. Nach einer Stunde Zeugenvernehmung konnten wir unser antimilitaristisches Programm fortsetzen. Der Täter wird sich wegen versuchten Raubs verantworten müssen + + + Das "Untergrund-Blättle" zum Vorfall + + +
Ticker 24.9.25 + + + Neue Olmo-Postkarten + + + Anlässlich der amtlich untersagten Bannerhängung am Kriegsklotz und der 9-tägigen Mahnwache während des Nato-Manövers "Red Storm Bravo" hat Olmo drei neue Postkarten herausgegeben + + + Näheres bei Polit-Postkarten + + +
Ticker 11.9.25 + + + Abgelehnt: Banner für Kriegsklotz: "Nein zu Kriegsübungen in Hamburg" + + + Das Denkmalschutzamt hat gestern die Anbringung eines 8 Meter breiten Banners am Kriegsklotz für die Dauer des Manövers "Red Storm Bravo" abgelehnt. Begründung: der Kriegsklotz sei "nicht der angemessene Ort für eine politische Botschaft gegen das bevorstehende Bundeswehrmanöver." Wir gehen gegen diese Entscheidung mit juristischen Mitteln vor. Das jedoch ist aufwändig und kostet Geld. Wer uns unterstützen will, unser Spendenkonto bei https://www.olmoo.de/kontakt-impressum-spendenkonto/ - Spendenbescheingungen stellen wir umgehend zu + + +
Ticker 5.9.25 + + + Antikriegs-Klassiker in Jenfeld und Langenhorn + + + Der Antikriegs-Filmklassiker "Johnny zieht in den Krieg" (USA 1971, Regie und Drehbuch: Dalton Trumbo) wird von Olmo am 21. Oktober im Bürgerhaus Langenhorn und vom "unsereweltclub" am 29. Oktober im Jenfeldhaus gezeigt + + + Flyer
Ticker 29.8.25 + + + Gründungsdokumente freigegeben + + + Die seit fast vier Wochen unter Verschluss gehaltenen Gründungsdokumente des "Ausschusses für die wirkliche Hebung der Verteidigungsbereitschaft" mussten nach internen Auseinandersetzungen freigegeben werden + + + Insbesondere die freimütigen Äußerungen in der Debatte um die Wiederbelebung von Jarolav Hašeks Ideen aus dem Jahr 1911 und die am 2.8. beschlossenen Sofortmaßnahmen des Ausschusses ließen die Sorge aufkommen, dass sich Teile der Hamburger Bevölkerung, die der Ausschuss eigentlich gewinnen wollte, auf Distanz gehen könnten + + + Die Gründungsdokumente
Ticker 28.8.25 + + + Exkursion nach Aalborg + + + Anfang September 2025 begeben sich Mitglieder von Olmo e.V. auf die Spuren des Hamburger Arbeiterfotografen Gerhard Daehnel (1905-1975). Im dänischen Aalborg treffen sie seine Tochter Inge und seinen Sohn Gerhard, um mehr über den Vater zu erfahren + + + Daehnel war der letzte Vorsitzende der Arbeiterfotografen-Vereinigung in Hamburg vor 1933 + + + Fotoporträt 1967
Ticker 27.8.25 + + + Nein zu Militärmanövern in Hamburg! + + + Am 19. September veranstaltet Olmo gemeinsam mit LETsDOK ein Antikriegsfest am Dammtor - gegen die Bundeswehrmanöver, die vom 25.-29. September in Hamburg stattfinden sollen + + + Programm
Ticker 23.8.25 + + + Jochen Kroll verstorben + + + Am 11. August erlag der Vorsitzende des Kulturvereins Olmo e. V., Hans-Joachim Kroll, einer Krebserkrankung + + + Die Trauerfeier findet am Freitag 12. September (12:30) auf dem Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 4, statt + + + Biogramm
Ticker 6.8.25 + + + Der "Wirkliche Ausschuss" nimmt Tätigkeit auf + + + Der am 2. August gegründete "Ausschuss für die wirkliche Hebung der Verteidigungsbereitschaft" (vulgo "Wirklicher Ausschuss") stellt seine überarbeiteten Grundsätze und Forderungen zur Diskussion. Vorschläge von Mitgliedern werden vorrangig bearbeitet + + +
Ticker 3.8.25 + + + Ludwig-Baumann-Fest + + + Hier ein Ausschnitt aus dem gestrigen Programm des Ludwig-Baumann-Festes am Hamburger Deserteursdenkmal: Die Marx Sisters & Brothers mit dem Eisler-Tucholsky-Titel "Wir schlagen Schaum" (Seifenlied) aus dem Jahr 1928. Da heißt es so schön: "Wir haben unsre Brüder / Mit Wahlkampfseife bedacht. / Das tun wir das nächste Mal wieder; / Es hat sich bezahlt gemacht. / Wir schlagen Schaum. / Wir seifen ein. / Wir waschen unsre Hände / Wieder rein" + + +
Ticker 27.7.25 + + + Mitgliedskarten für den "Wirklichen Ausschuss" + + + Wenn beim Ludwig-Baumann-Fest am 2.8. ab 15 Uhr der satirische Gründungskongress für den "Ausschuss für die wirkliche Hebung der Verteidigungsbereitschaft" stattfindet, können Sie sogar Mitglied im Ausschuss werden. Für 5€ kann die nebenstehende Plastikkarte erworben werden. Mit ihr hat man freien Zutritt zu allen deutschen Rüstungsbetrieben... + + +
Ticker 20.7.25 + + + Postkartenserie mit Porträts von Meinhard Raschke + + + Auf der heute geposteten Seite über Meinhard Raschke's Porträtzeichnungen stellen wir 30 Postkarten vor, die ab dem 2. August beim Ludwig-Baumann-Fest zum Stückpreis von 1€ zu erwerben sind. Der Erlös dient der Finanzierung des Festes + + +
Ticker 18.7.25 + + + Ein Stolperstein für Jenny Gertz! + + + Unmittelbar am Hamburger Literaturhaus am Schwanenwik wird es im November 2025 einen Stolperstein für die Tanzpädagogin Jenny Gertz (1891-1966) geben. Den Stein hatte Olmo vor zwei Wochen beantragt. Mehr über diese mutige Frau, die 1934 aus Deutschland fliehen musste, bei Wiki und im Buch "Mit revolutionären Grüßen" (VSA 2022) + + +
Ticker 3.7.25 + + + Beim Flandernbunker in Kiel + + Gemeinsam mit Freunden des Zapata-Buchladens besuchte Olmo gestern in Kiel den Flandernbunker, der von Dr. Jens Rönnau (im Foto an der Tafel) und seinem Verein zu einem Begegnungszentrum für "Geschichtsvermittlung zur Friedensförderung und Völkerverständigung" entwickelt wurde. Olmo dankt Dr. Rönnau für die eindrucksvolle Führung + + +
Ticker 27.6.25 + + + "Kriegsklotz" hat Besseres verdient + + + Olmo meldete heute an die Kulturbehörde die erneute Verunreinigung des Kriegsklotzes am Dammtor (siehe Foto). Olmo schrieb der Behörde, man "habe kein Interesse an der Beseitigung, doch sind die Graffitis dieses Mal recht geschmack- und einfallslos ausgefallen. Sie müssen mehr Graffitikurse fördern, um das Niveau zu heben." + + +
Ticker 26.6.25 + + + Ohlsdorfer-Friedensfest-Flyer fertig! Die Druckexemplare liegen ab sofort in der Friedhofsverwaltung Ohlsdorf zur Abholung bereit + + +
Ticker 22.6.25 + + + Olmo in Nordfriesland + + + Drei Tage auf Exkursion in Nordfriesland: in Dagebüll (was für ein grässliches Nest) und auf Föhr. Am beeindruckendsten die Radtour über die eingedeichten Fluren, der Besuch am längsten Tag des Jahres beim Künstlerehepaar Raschke in ihrem uralten Reethaus (siehe Foto) und im Friesenmuseum zu Wyk + + +
Ticker 11.6.25 + + + Exkursion nach Kiel + + + Fünf Olmo-Freunde fahren am 2. Juli nach Kiel, um den Flandernbunker zu besuchen, wo uns der Vorsitzende des Kilianvereins führen wird. Nach einem Abstecher nach Laboe, wo wir das "Ehrenmal" in Augenschein nehmen, landen wir in der Zapata-Buchhandlung am Wilhelmplatz. Den Tag beschließen wir im Lokal "Bambule" in Kiel-Gaarden + + + Wer Auto hat, kann sich gerne anschließen + + +
Ticker 7.6.25 + + + Veteranentag in HH + + + Am 15. Juni wird auf dem Hamburger Rathausmarkt der erste Veteranentag stattfinden, gekrönt mit einem öffentlichen Appell. Das "Hamburger Forum" ruft 12 Uhr auf dem Reesendamm (Jungfernstieg) zur Protestkundgebung auf + + + Wir erinnern daran, dass bereits das öffentliche Rekruten-Gelöbnis am 16. Juni 2003 auf dem Rathausmarkt zu erheblichern Protesten geführt hatte. Der Wiederbelebung des deutschen Militarismus müssen wir entgegentreten + + +
Ticker 2.6.25 + + + Liebe OLMOS, herzlichen glückwunsch zu der längst überfälligen umbenennung der Hindenburgstraße! bei uns in kiel gibt es noch erheblichen "umbenennungs-bedarf" - auch wenn das hindenburgufer zum glück NICHT mehr so heißt! solidarische grüße von harald mücke, Buchladen Zapata GmbH
Wilhelmplatz 6
24116 Kiel
Deutschland
Ticker 26.5.25 + + + Endlich: Hindenburg weg + + + Erinnern wir uns: Olmo hatte im März 2023 mit mehreren Aktionen auf die fällige Umbenennung der restlichen Hindenburgstraße aufmerksam gemacht (siehe TV-Beitrag Hamburg 1 vom März 2023) + + + Wie der Senat meldet, ist es nun soweit: Die Straße wird nach Traute Lafrenz (1919-2023), Mitglied der "Weißen Rose", umbenannt. Der Kampf um die Tilgung von Hindenburgs Namen war - wie sich denken lässt - langwierig; Schaut man in Werner Skrentnys Buch "Zu Fuß durch Hamburg" aus dem Jahr 2009, finden wir dort noch ein Zitat des Voscherau-Senats von 1988: “Dieser frei gewählte Reichspräsident [Hindenburg] hat sich länger als viele andere bürgerliche Politiker einer Regierungsbeteiligung der Nationalsozialisten widersetzt.” + + + Wo bleibt nun die Umbenennung der Heynemannstraße und des Oehleckerrings in HH-Langenhorn, wie wir sie im Januar 2018 gefordert hatten? Als wir im April 2025 im Hauptausschuss Nord nachhakten, bekamen wir nur Ausflüchte zu hören. + + + Links Olmo-Plakat von 2023 + +
Ticker 22.5.25 + + + Auf nach Buckow und Waldsieversdorf! + + + Mitglieder von Olmo e. V. suchen vom 23. bis 25. Mai die Märkische Schweiz auf. Der Besuch des Brecht-Weigel-Hauses in Buckow, des Kisch-Gedenksteins in Bollersdorf, die Veranstaltung des John-Heartfield-Freundeskreises über Tucholskys Zusammenarbeit mit Heartfield und die Clara-Zetkin-Gedenkstätte in Birkenwerder steht auf dem Programm + + + Das Foto zeigt nach dem Klick das Sommerhaus von John Heartfield in Waldsieversdorf (Foto nko, Juli 2022) + + +
Ticker 12.5.25 + + + Olmo-Rundreise Prag-Dresden-Moritzburg-Ruhland beendet + + + Die 12-tägige Olmo-Studienfahrt führte uns nach Prag, wo wir vier Museen aufsuchten, an der Maikundgebung auf der Strelecky-Insel teilnahmen und im tschechischen Literaturarchiv rund 100 Dokumente über Wieland Herzfeldes Exil in Prag vorgelegt bekamen. Dresden lockte uns ins Albertinum, um die großartigen Antikriegs-Bilder von Hans Grundig und Otto Dix zu sehen. Im brandenburgischen Ruhland hatten wir bei der Verlegung der Stolperschwelle für den Schwarzheider Todesmarsch (an der 120 Einwohner teilhatten) eine Rede zu halten und sprachen am Rande der Veranstaltung mit vielen Menschen über die politischen Verhältnisse in Brandenburg und Sachsen. In Moritzburg war das Sterbehaus von Käthe Kollwitz unser Ziel, eine kleine wunderbare Gedenkstätte (siehe Foto links), die alljährlich wegen fehlender Mittel von der Schließung bedroht ist. + + +
Ticker 27.4.25 + + + Dokumentation zum Oskar-Voss-Stolperfest geht in Druck + + + Olmo hat alle Beiträge zur Stolpersteinübergabe für Oskar Voss am 22. März dokumentiert und in einer 48-seitigen Broschur zusammengefasst. Enthalten sind nicht nur Redebeiträge und Leseskripte, sondern auch die vorgetragenen Gedichte von Arthur Rimbaud und Erich Mühsam. Auch zahlreiche Fotos vom Fest, die von vier Fotograf*innen eingereicht wurden, beleben das Heft. Das durchgehend illustrierte Publikation kann hier als PDF heruntergeladen werden. Die Druckausgabe kann bei [email protected] zum Preis von 3€ plus Porto bestellt werden + + +
Ticker 25.4.25 + + + Probedrucke fertig + + + Die ersten Probedrucke der geplanten Postkartenserie mit Porträtzeichnungen von Meinhard Raschke liegen vor + + + Geplant sind rund 15 Motive mit Porträts von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Kultur, Wissenschaft und antifaschistischem Engagements + + +
Ticker 13.4.25 + + + Auf nach Prag und Dresden! + + + Drei Olmo-Mitglieder begeben sich Ende April nach Prag, um dort im Literaturmuseum Dokumente des legendären Malikverlegers Wieland Herzfelde einzusehen, der bis 1939 sein Exil in Prag verbrachte und dort eine Literaturzeitschrift herausgab. Auch schauen sie am 1. Mai in Prag beim "Tag der Arbeit" auf der Schützeninsel vorbei. In Dresden wollen sie Nachkommen des Arbeiteresperantisten und 999er Strafsoldaten Richard Hillemann (*1902) aufsuchen und im Hauptstaatsarchiv Akten über Sandsteinbrüche einsehen, die ihre steinerne Ware auch für den Bau des Hamburger Rathauses geliefert haben + + + Das Foto zeigt von links Wieland Herzfelde mit seinem Bruder John Heartfield (Mitte) und Kurt Kersten in Prag 1934 + + +
Ticker 10.4.25 + + + Galerie bemerkenswerter Leute + + + Der Langenhorner Künstler Meinhard Raschke (*1939) schafft im Auftrag von Olmo gegenwärtig für eine Ausstellung eine Reihe von Porträtzeichnungen + + + mehr unter Projekte + +
Ticker 8.4.25 + + + Ostermarsch-Anzeige in der taz + + + Olmo hat die in der heutigen taz veröffentlichte Ostermarsch-Anzeige mit einer Spende von 25€ unterstützt + + +
Ticker 4.4.25 + + + Zu Besuch bei Uwe Levien + + + Zwischen 2012 und 2022 hat Uwe Levien mit seiner Stimme und seiner Gitarre unendlich viele unserer Friedens- und Gedenkveranstaltungen musikalisch umrahmt. Zwar tritt er nicht mehr öffentlich auf, freut sich aber stets auf unseren Besuch bei ihm in Langenhorn + + + Uwe Levien begleitete 1960 mit seiner Skiffleband den allerersten Ostermarsch + + +
Ticker 3.4.25 + + + Fotos vom Stolper-Fest + + + Tobias Berking stellte uns 24 Fotos vom Stolperfest am 22. März zur Verfügung + + + Danke an den Fotografen! + + +
Ticker 1.4.25 + + + Wann werden Heynemannstraße und Oehleckerring umbenannt? + + + Heute haben wir im Hauptausschuss der Bezirksversammlung Nord um Auskunft ersucht, wann und wie bzgl. der Umbenennungs der beiden Ärzte-Straßennamen Heynemannstraße und Oehleckerring weiter verfahren wird. Was da zu hören war, war nicht sehr erfreulich: 1) man müsse sich noch immer um die Kolonialstraßennamen kümmern; 2) man mache als Abgeordneter alles ehrenamtlich in der Freizeit und 3) man müsse die Anwohner mit ins Boot holen + + + Als wir dann konstatierten, dass so innerhalb der Legislaturperiode wohl nicht mit einem Fortschritt in der Sache zu rechnen sei, wiederholten sie ihre Argumente. Immerhin schlugen 2 Abgeordnete der LINKE vor, eine Arbeitsgruppe einzurichten, um die Sache in Angriff zu nehmen + + + Foto Olmo, 1997
Ticker 27.3.25 + + + Flyer für 25. April + + + Der Flyer für die gemeinschaftliche Gedenkveranstaltung von ella, GZWL, Olmo, Biografiengruppe Kiel und teaching-history unter dem Titel "Kriegsende 1945 in Langenhorn und der Todesmarsch nach Kiel" steht + + + Danke nach Kiel!
Ticker 26.3.25 + + + Karl Heinz Roths Rede auch bei Sozial.Geschichte Online + + + Der Rede-beitrag von Karl Hein Roth, der am 22. März anlässlich der Stolpersteinübergabe verlesen wurde, ist nun bei der Onlinezeitschrift "Sozial.Geschichte Online" (SGO, Zeitschrift für historische Analyse des 20. und 21. Jahrhunderts) erschienen. Diese Reihe wird auf der Publikationsplattform der Uni Duisburg-Essen herausge-geben + + + Hier zum Digitalisat + + + Foto Malte Heuer, Bremen
Ticker 26.3.25 + + + Download Begleitheft "Stolperstein für Sabotage der Kriegsproduktion" + + + Das 40-seitige Begleitheft zum Stolpersteinprojekt ist sowohl als Download (5 MB) als auch als Printausgabe erhältlich. Das Digitalisat ist kostenlos, das gedruckte Heft kostet 3€ plus Porto + + + All jene, die für den Stolperstein gespendet haben, erhalten beides kostenfrei, sofern sie uns eine Versandadresse mitteilen
Ticker 22.3.25 + + + Stolperstein für Oskar Voss übergeben + + + 65 Gäste wurden bei der Übergabe des Stolpersteins für den 1944 hingerichteten Werftarbeiter und E-Schweißer Oskar Voss in der Jakobstraße (Ecke Böhmkenstraße) in der Neustadt gezählt. Künstlerisch begleitet wurde das Ereignis sowie das anschließende Stolper-Fest auf der Michelwiese vom Duo "akonoru fakoum". Ein Höhepunkt war die Rede des bekannten Bremer Historikers, Arztes und Aktivisten Karl Heinz Roth, dessen eindringliche Worte den Charakter eines Aufrufs trugen + + + Foto Senenko
Ticker 21.3.25 + + + Trauer um Gert Krützfeldt + + + Bei traumhafter Frühlingssonne fand heute auf dem Friedhof Kirchsteinbek die Trauerfeier für den Fotografen, Musikliebhaber und Aktivisten Gert Krützfeldt statt, der Anfang Februar im Alter von knapp 75 Jahren in Billstedt verstorben war, Rund 40 Gäste fanden sich in der Kapelle ein. Beim Klang antifaschistischer Lieder warfen ihm seine Freunde eine letzte Handvoll Erde in das Urnengrab nach. Leb wohl, Gert. Du warst ein streitbarer Geist! + + + Foto Senenko, 2021
Ticker 12.3.25 + + + Peggy Parnass tot + + + Heute (12. März 2025) verstarb in Hamburg Peggy Parnass. Das Foto zeigt sie zusammen mit Klaus Robra (†) beim "Klotzfest" am 10. Mai 2014 am Dammtor, da, wo seit 2018 das Deserteursdenkmal steht. Damals las die bekannte antifaschistische Zeitzeugin und Publizistin mit Klaus Robra aus ihrem 2020 erschienenem Buch "Süchtig nach Leben" + + + Foto Senenko, 2014
Ticker 10.3.25 + + + 5000 Tassen im Adenauer-Haus + + + Die taz vom 7. März hat ausgerechnet, dass inzwischen rund 5000 Tassen im Konrad-Adenauer-Haus eingetroffen sind und sich da palettenweise stapeln. Diese irdene Zuschüttung der CDU-Zentrale in Berlin geht auf einen taz-Aufruf in den social media zurück + + + Foto taz 7.3.25 + + + Warnhinweis: Unsere Sabotage-Tassen von Olmo würden im Scherbenberg nur untergehen. Behaltet sie und setzt sie gezielter ein! + + +
Ticker 10.3.25 + + + Olmo und die Straßennamen-Datenbank + + + Das Hamburger Abendblatt erwähnt in seinem Beitrag über die von Rita Bake entworfene Datenbank www.hamburg-strassennamen.de, die am 8. März online ging, dass es Initiativen gebe, die noch immer für eine Umbenennung diverser Verkehrsflächen wirkten. Auch der Kulturverein Olmo, der im Januar 2018 die Umbenennung des Oehleckerrings gefordert hatte, wird im Artikel erwähnt. Bleibt zu hoffen, dass die Fraktionschefs in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord den Artikel zur Kenntnis nehmen + + + Foto Senenko, 1997
Ticker 20.2.25 + + + Ab heute neue Rubrik + + + www.olmoo.de führt rückwirkend ab Januar die neue Rubrik Historische Postkarte des Monats ein und stellt dort 90 und 100 Jahre alte Ansichtskarten vor, die ausschließlich Motive zur Sozialgeschichte aller Länder zeigen und in den meisten Fällen aus der Sammlung von René Senenko stammen + + +
Ticker 19.2.25 + + + Vor 16 Jahren kam Elke Olsson, Tochter des am Höltigbaum hingerichteten Wehrmachtsdeserteurs Willi Dittmann, nach Hamburg, um nach Spuren ihres Vaters zu suchen. Das war der Auslöser für das 2010 gegründete "Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal". Das Deserteursdenkmal steht inzwischen, doch Dittmann war rasch vergessen und Elke Olsson ist 2019 verstorben + + + Nun hat auf Anregung des Dittmann-Enkels Jörg Arp der Ortsausschuss Kiel-Hassee beschlossen, in Kiel-Hassee, wo Dittmann einst mit seiner Familie lebte, einen Weg nach ihm zu benennen [Presse]. Wir sind gespannt, was die nächsthöheren Instanzen dazu sagen. Wir bleiben am Ball + + + Ein Lebensbild Willi Dittmanns findet Ihr hier unter Themen & Materialien
Aktuelle Veranstaltungen 2026
Fr 5. JUN 2026
Flyer 19:00 Bürgerhaus Langenhorn, Tangstedter Landstraße 41, 22415 Hamburg:
Filmabend Die Spur unserer Großväter in Russland
Nach der Vorführung des Films "Die Spur des Vaters" (1989, 75min, Regie Christoph Boekel) Diskussion. Ein Abend gegen die neue Bedrohungslüge. In Kooperation mit UnsereWeltClub. Der Film wird auch am 4.6.26 (17:30) im Jenfeld-Haus gezeigt.
Sa 27. JUN 2026
14:00 Heilholtkamp 54, 22297 Hamburg (Alsterdorf):
Stolperfest mit Theateraufführung für den Deserteur Ernst Gravenhorst (1891-1966)
Seinen Auftakt findet das Fest beim Stolperstein am Heilholtkamp 54. Danach wechseln wir zur Kreuzung Heilholtkamp / Frühlingsgarten, wo der szenische Dialog "Flucht aus dem Kettenwerk" (Inszenierung Kim Kielau) zur Aufführung kommt. Außerdem wird die Biografie Ernst Gravenhorsts vorgestellt, die auch in Heftform erhältlich sein wird.
Die Familie Gravenhorst beteiligt sich rege am Fest und sorgt für Getränke und Sitzgelegenheiten.
Biogramm:
Ernst Gravenhorst kam am 5.4.1923 in Hamburg zur Welt. Beruf: Elektrotechniker; 1941 Einberufung zur Wehrmacht; Infanterist. Einsatz in Griechenland; Nov. 1943 Feldurteil wg. Fahnenflucht zu 3 Jahren Zuchthaus (Fuhlsbüttel); Zwangsarbeit im Arbeitskommando im Rüstungsbetrieb „Hanseatisches Kettenwerk“ Langenhorn. Gemeinsam mit zwei Mitgefangenen Ausbruch aus dem Kettenwerk am 4. Januar 1944. Seine Kameraden entkommen, Gravenhorst wird gefasst. Ab Februar 1944 Strafgefangenenlager Esterwegen; Jan. 1945 Bewährungstruppe an der Ostfront; sowjetische Kriegsgefangenschaft in Kurland. Verstorben am 27. Nov. 1976 in Hamburg; Beisetzung in Ohlsdorf. Video (4 min)
So 2. AUG 2026
12:00 Festzelt am Bombenopfer-Sammelgrab
(Bushaltestellen "Kirschenallee" und "Kapelle 13"). Lageplan
Ohlsdorfer Friedensfest:
Flucht aus dem Kettenwerk Szenische Lesung zum Schicksal dreier Militär-Strafgegangenen, die 1944 aus ihrem Arbeitskommando im Kettenwerk Langenhorn (einem Rüstungsbetrieb) fliehen. Eine wahre Geschichte. Inszenierung von Kim Kielau
Sa 8. AUG 2026
Ab 16:00 Deserteursdenkmal am Dammtor:
4. Ludwig-Baumann-Fest Slogan: Krieg und Leichen - die letzte Hoffnung der Reichen. Näheres folgt
Chronik
31.5.26
Stolperfest für Jenny Gertz
Ein weibliches Trio (Bärbel Huber, Helene Hohmeier, Gosia Lazurek) stellte in wechselnden Rollen eine Stunde lang das bewegte Leben der revolutionären Tanzpädagogin Jenny Gertz (1891-1966) vor. Gegenüber dem Literaturhaus, vor dessen Pforte heute der Stolperstein mit Blumen geschmückt wurde, und mit Blick auf die Außenalster bekam das Stolperfest einen festlich frühsommerlichen Rahmen. Zu danken war das auch dem Gitaristen Denis Wißmann und der Logistik (Pavillon, Verstärker, Bänke) von Comm e.V. + + + Bildbericht + Begleitheft erhältlich (4€)
23.5.26
Stolperfest für die Arbeiterfotografie
Stimmungsvoll verlief bei sommerlichen Temperaturen das heutige Stolperfest für den Arbeiterfotografen Gerhard Daehnel (1905-1975) in der Isestraße 28, wo Daehnel einst als Hausmeister angestellt war und mit seiner Familie im Souterrain wohnte. Angehörige von Daehnel beteiligten sich rege an der Veranstaltung, seine Tochter Inge war aus Dänemark angereist. Lothar Zieske und René Senenko veranschaulichten mit dem szenischen Dialog "Unsere Fotos waren Beweismittel" die schwierigen Arbeitsbedingungen der Hamburger Arbeiterfotografen in der Weimarer Republik, Denis Wißmann begleitete das kleine Fest musikalisch auf seiner E-Gitarre + + + Bildbericht + Begleitheft erhältlich (5€)
21.5.26
Bei der Marathonlesung
Bei der ganztätigen Lesung zur Erinnerung an die Bücherverbrennung im Mai 1933 am Kaiser-Friedrich-Ufer lasen wir Auszüge aus Otto Lehmann-Russbüldts "Die blutige Internationale der Rüstungsindustrie" aus dem Jahr 1929. Überhaupt kamen heute vorwiegend Antikriegs-Texte zu Gehör. Helga Obens, die Organisatorin des Gedenkens vor Ort, berichtete von mehr als 800 Zuhörerinnen und Zuhörern am heutigen Tag
8.5.26
Der 8. Mai auf dem Jungfernstieg
Selten erlebten wir in den letzten Jahren eine so gut vorbereitete und beworbene Feier zum 8. Mai wie heute auf dem Jungfernstieg. Ein vielfältiges Programm, ausgerichtet vom "Hamburger Ratschlag für den 8. Mai als Feiertag", lud bei schönstem Frühjahrswetter von 12-22 Uhr ein, sich an der Bühne niederzulassen, die in diesem Jahr einen geradezu idealen Standort gefunden hatte. Olmo beteiligte sich mit dem 15minütigem launigem Dialog "Egon Erwin Kisch elbabwärts - Warum Paraplüs manchmal so teuer sind“ (siehe Foto) von Lothar Zieske und René Senenko, der sich mit illegalen Kriegslieferungen vor 100 Jahren nach China befasste, die Kisch in seinem 1933 erschienenem Buch "China geheim" thematisierte.
Foto: Gosia Lazurek
18.4.26
Gedenken am Höltigbaum
Seit 2010 erinnern wir alljährlich an die 330 hingerichteten Wehrmachtssoldaten, die zuvor wegen "Fahnenflucht" oder anderer Delikte in Hamburg zum Tode verurteilt worden sind. Die Erschießungen fanden auf dem Truppenschießplatz Höltigbaum in Rahlstedt statt, heute Teil des hiesigen Naturschutzgebietes.
Nach musikalischen und literarischen Beiträgen von Denis Wißmann, Hansjürgen Menzel-Prachner und Lothar Zieske stellte Hans-Joachim Klier Pläne zur Umgestaltung des Gedenkorts vor, um diesen sichtbarer zu machen. Abschließend zeigte Detlef Mielke von der DFG-VK in seiner Rede die Konsequenzen des Zwangsdienstes bei der Bundeswehr auf ("Wehrdienst").
Foto nko
12.-13.4.26
Gedenkmarsch
Die Todeskolonne von Fuhlsbüttel nach Kiel
Im April 1945 wurden mindestens 800 KZ-Häftlinge in vier Marschkolonnen gezwungen, zu Fuß den über 80 km langen Weg vom KZ Fuhlsbüttel in Hamburg in Richtung Kiel zurückzulegen. Neun Häftlinge überlebten die Strapazen nicht. + + + Am 12. April 2026 eröffnete Kim Kielau von Olmo e. V. den Gedenkmarsch vor der KZ-Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Angehörigen ehemaliger Häftlinge. Der Weg mit 50 Beteiligten führte zur Geschichts- und Zukunftswerkstatt Langenhorn, wo eine Ausstellung zu Biografien der Betroffenen zu sehen war. Von dort ging der Run zur Gedenkstele am U-Bf. Ochsenzoll. Am 13. April führte die Route mit 70 Schüler*innen der Schule am Heidberg vom Ochsenzoll nach Kisdorf, wo 1945 der erste Tote des Marschs zu beklagen war. Der Marsch fand in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg und der Geschichts- und Zukunftswerkstatt Langenhorn statt. Kurzvideo
5.3.26
Premiere im ella-Kulturhaus Langenhorn
Flucht aus dem Kettenwerk
Gemeinsam mit Jugendlichen und Erwachsenen brachte heute die Gedenkstättenpädagogin Kim Kielau die Geschichte einer dramatischen Flucht aus dem Langenhorner Rüstungsbetrieb "Hanseatisches Kettenwerk" auf die Bühne. Das Stück handelt zu einer Zeit, als die Rüstungsproduktion im Kettenwerk für einen wahnwitzigen Krieg auf Hochtouren lief. Drei strafgefangene junge Soldaten, die in einem Arbeitskommando im Kettenwerk der 12-Stunden-Fron entkommen wollen, entschließen sich in einer Winternacht 1944 zur Flucht. + + + Weitere Aufführungen sind geplant. Siehe auch hier
24.11.25
10 Jahre Deserteursdenkmal
Vor genau 10 Jahren wurde am Dammtor das Deserteursdenkmal übergeben. Aus diesem Anlass sprach im Rahmen eines Programms aus Musik und Ansprachen der Schöpfer des Denkmals, der Künstler Volker Lang, über seine damaligen Beweggründe und Schwierigkeiten. Im Kino Metropolis kamen anschließend folgende drei Filme zur Aufführung:
- Deutschland 1944 (D 2015, 2'), kurzer Fotofilm von Volker Lang. Zu hören ist ein von Helmut Heißenbüttel verfasster Text.
- Einweihung Deserteursdenkmal (D 2015, 31') von Detlef Garbe mit den Ansprachen von Ludwig Baumann und Volker Lang.
- Der unbequeme Weg (D 1991, 30') von Michael Enger stellt Totalverweigerer vor, die nicht nur den Kriegsdienst mit der Waffe, sondern auch den Zivildienst verweigerten.
9.11.25
Historischer Bremen-Rundgang mit Jörg Wollenberg
Olmo lud heute Nachmittag zu einem Rundgang mit dem Historiker Prof. Jörg Wollenberg durch die Innenstadt vom Bremen ein, zunächst auf den Spuren von Rosa Luxemburg, die oft in Bremen weilte, dann zu Stätten der Naziherrschaft. Im abschließenden Gespräch erfuhren wir viel über die zahllosen Themen, Bücher und Projekte, mit denen der 88-jährige Historiker befasst war und ist. Olmo sagt Danke, lieber Jörg Wollenberg, für diesen einzigartigen Nachmittag!
Mehr über Jörg Wollenberg bei Wikipedia.
26.10.25
Filmvorführung im Wohnprojekt
"Offene Nachbarschaft Kiwittsmoor" (Ochsenweberstr 39) mit Einführung von Kim Kielau:
Vergessene Transporte
Der tschechische Dokumentarfilm „Vergessene Transporte“ (2008) zeichnet die Odyssee von 40 jüdischen Frauen aus der Tschechoslowakei durch Haftanstalten, Arbeitslager und KZs nach. Einige der überlebenden Frauen berichten im Film, wie sie ab 1944 im KZ-Außenlager Langenhorn interniert waren und in 12-Stunden-Schichten Granathülsen fertigen mussten. Flyer
20.-28.9.25
Um das 8-Meter-Banner "Nein zu Kriegsübungen in Hamburg" bis zum Ende des Manövers "Red Storm Bravo" öffentlich zeigen zu können, haben wir bei schönster Herbstsonne tägliche Mahnwachen von 14 bis 17 Uhr durchgeführt, begleitet von Musik und Lesungen. An zwei Tagen kam es zu Zwischenfällen.
19.9.25
Gegen Kriegsertüchtigung, Rekrutierung und Militärmanöver
Aktion am Kriegsklotz mit Black Buddha ("Machine Gun" und "Star sprangled Banner"), Detlef Mielke (DFG-VK), Joachim Lützow (Akustikgitarre) & Leo (Saxofon), mit dem "Wirklichen Ausschuss" (szenische Lesung), mit dem Bildhauer Volker Lang (Führung am Deserteursdenkmal) und Open-Air-Kino mit LeETsDOK und 4 Filmen.
6.8.25
Vortrag Rechtsradikalismus in Sachsen
Die rassistische Anzeige des Dachdeckermeisters Ronney Weis im Sebnitzer Amtsblatt im April 2025 rief bundesweit Empörung hervor. So gerieten nebenbei auch die Probleme der sächsischen Grenzregion in den Fokus (die Kleinstadt Sebnitz liegt unmittelbar an der Grenze zu Tschechien). Obendrein wurde im April bekannt, dass der größte Arbeitgeber in Sebnitz, Bosch, seinen Standort mit 280 Beschäftigten bis Ende 2026 aufgeben und nach Ungarn verlagern will.
Rainer Böhme (*1947, siehe Foto), Autor, Musiker und politischer Aktivist aus Sebnitz sprach über den Rechtsextremismus in Sachsen und über die wirtschaftlichen Probleme seiner Region, insb. im Grenzort Sebnitz. Zu DDR-Zeiten waren in Sebnitz mehrere Großbetriebe angesiedelt (Bohrmaschinen, Landmaschinen, Herrenmode, Kunstblumen, Plastik).
Kooperationveranstaltung Olmo mit Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg.
Foto: Senenko, 2025
2.8.25
3. Ludwig-Baumann-Fest
Mit Kinozelt und viel Satire am Deserteursdenkmal (Dammtor).
26.7.25
Kriegsende 1945 in Hamburg-Nord und der Todesmarsch von Fuhlsbüttel nach Kiel
Im Rahmen des "Ohlsdorfer Friedensfestes" erinnerten wir an die letzten Kriegstage im Norden Hamburgs und an den wenig bekannten Todesmarsch 1945 von Fuhlsbüttel nach Kiel. Die von Olmo veranwortete Veranstaltung wurde von Dietlind Kautzky (Kiel) und der Gedenkstättenpädagogin Kim Kielau gestaltet. Anreise und Lageplan
15.5.25
Soldatenfriedhof Ohlsdorf (Linnestraße, Friedhof Ohlsdorf)
Erinnern an Willi Dittmann. Zum seinem 120. Geburtstag
In den letzten Kriegstagen 1945 wurde der 44-jährige Kieler Kommunist, Familienvater und Soldat auf dem Truppenübungsplatz Höltigbaum von einem Erschießungskommando hingerichtet. Zusammen mit seinem Enkel Jörg Arp aus Hamburg erinnerten wir mit Wort und Gesang an sein Leben, an seine Verfolgung und seinen Tod.
Die Recherchen über Willi Dittmann waren im Jahr 2010 der Auslöser für die Gründung des "Bündnisses für ein Hamburger Deserteursdenkmal", dessen Bemühungen mit der Errichtung eines solchen Gedenkorts in Hamburgs Innenstadt im Jahr 2015 zum Erfolg führte.
25.4.25
Kriegsende 1945 in Langenhorn und der Todesmarsch von Fuhlsbüttel nach Kiel
Fast 40 Menschen besuchten die sorgfältig von allen beteiligten Vereinen vorbereitete Veranstaltung im "ella"-Kulturhaus Langenhorn. In der anregenden Diskussion, die sich den Vorträgen und Berichten anschloss, mussten viele Fragen offenbleiben, sodass allen im Saal bewusst wurde, wie wichtig solche Veranstaltungen sind. Es kooperierten neben dem Kulturhaus ella und Olmo e.V. die Langenhorner Geschichtswerkstatt (GZWL), die Biografiengruppe Kiel, touching-history (Kim Kielau) und durch finanzielle Unterstützung auch der Verein Leila e.V.
Flyer
16.4.25
Führung im Medizinhistorischen Museum durch die Sonderausstellung "Lenins Tod. Eine Sektion" mit dem Museumsleiter Prof. Dr. Philipp von Osten vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin am UKE Hamburg. Flyer
13.4.25
Gedenken am Höltigbaum
Seit 2010 führte das "Bündnis Deserteursdenkmal" alljährlich im April eine Gedenkveranstaltung durch, die den letzten Opfern der Hinrichtungskommandos im 2. Weltkrieg hier am Wehrmachtsstandort Höltigbaum gewidmet ist.
In diesem Jahr führten acht Mitglieder vom Theaterkurs des Osterbekgymnasiums Wolfgang Borcherts "Da gibt es nur eins: Sag Nein!" auf. Mehr als zeitgemäß, auch wenn die Strophe "Du, Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst statt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!" von der Gier der heutigen Rüstungskonzerne in Deutschland überholt worden ist. Flyer
5.4.25
Führung Gefängnismuseum in der Justizvollzugsanstalt Glasmoor (Norderstedt)
Die 15 Besucherinnen und Besucher, die sich über Olmo zum Museumsbesuch angemeldet hatten, erlebten eine äußerst sachkundige Führung durch den Leiter der Einrichtung Klaus Neuenhüsges, der anschaulich die Geschichte des Hamburger Strafvollzugs vom Mittelalter bis zur Gegenwart darzustellen wusste, ohne dass es auch nur eine Minute langweilig wurde. Der ca. 2-stündige Aufenthalt lohnt sich unbedingt, weshalb Olmo nächstes Jahr den Besuch im Museum wiederholen wird. Museumsflyer, Wikipedia
30.3.25
Ida Ehre und Wolfgang Borchert - eine Radtour mit Gedenkstättenbesuch
Die diesjährige Radtour zur Woche des Gedenkens in Hamburg-Nord führte uns zehn Teilnehmer*innen bei Dauerregen auf dem Friedhof Ohlsdorf zu den Gräbern von Ida Ehre und Wolfgang Borchert (dort stellt sich seit langem die Frage, weshalb das Ehrengrab Ida Ehres ausgerechnet neben dem des NS-Opportunisten Gustav Gründgens liegt). Dann schloss sich der Besuch der KZ-Gedenkstätte Fuhlsbüttel an. Ida Ehre war hier während der NS-Diktatur kurzzeitig inhaftiert. Kim Kielau erläuterte außerdem die Ziele der kürzlich gegründeten "Initiative Gedenkort Fuhlsbüttel", welche bei den Plänen zur Umgestaltung des Gefängniskomplexes ein Wort mitreden möchte.
22.3.25
Ein Stolperstein für Sabotage in der Kriegsproduktion Stolperstein für den Werftarbeiter Oskar Voss (1907-44) in der Jakobstraße / Ecke Böhmkenstraße, 20459 Hamburg (Neustadt) übergeben. 65 Menschen nahmen daran teil, auch Nachbarn aus dem Wohnumfeld der Jakobstraße. Programm
Zuvor führten die NaturFreunde Hamburg einen Stolperstein-Rundgang vom Sievekingplatz zum neuen Stolperstein durch, an dem 15 Interessierte teilnahmen. Auf der Michelwiese fand anschließend das Stolperfest mit Lyrik, Texten, Redebeiträgen und Musik statt. Höhepunkte des 2-stündigen Festes waren der von Arnika Kuff verlesene Aufruf von Karl Heinz Roth (Bremen), eine Lesung der Initiative "Sedanstraße umbenennen" und die Darbietungen des Duos "akonoru fakoum". All jene, die sich an der Finanzierung des Stolpersteins beteiligt haben, erhielten ein Exemplar der Broschur mit der Biografie von Oskar Voss und den Namen der Spender*innen überreicht. Darüber hinaus kann die Broschur für 3€ käuflich erworben werden. Fotos vom Stolperfest (von Tobias Berking).
5.3.25
Vortrag und Buchvorstellung
Der Ukrainekrieg - Wurzeln, Akteure und die Rolle der NATO
Lothar Schröter aus Leipzig, Autor des 2024 erschienenen Buches "Der Ukrainekrieg", hat sich umfassend mit dem Ukrainekrieg befasst. Das Buch mit seinen 680 Anmerkungen, mit Bibliografie und Register bezeichnete der bekannte Publizist Arnold Schölzel jüngst als das bedeutsamste Nachschlagewerk zum Ukrainekonflikt. Rund 30 Interessierte zog es in die Bartelsstraße, wo die Gewerkschaftlinke Jour Fixe und Olmo den Referenten erwarteten. Lothar Schröter gelang es, in seinem historisch fundierten Vortrag die meisten Anwesenden argumentativ zu überzeugen, wie sich in der Diskussion erwies.
12.2.25
Die Treppenhaus-Ausstellung Alltags- und Arbeitswelten - Fotoimpressionen 2010 bis heute von Andrea Hofmann (Hamburg) im Bürgerhaus Langenhorn, eröffnet am 28. November 2024, endete am 12. Februar 2025.
In dieser Ausstellung wirft Andrea Hofmann einen gezielten Blick auf die Vielfalt des menschlichen Alltags. Ihre Fotos sind Momentaufnahmen, die in den letzten fünfzehn Jahren meist im Vorübergehen auf Reisen und Ausflügen entstanden sind. Sie zeigen Menschen in ihrem Arbeitsumfeld: Jeder Schnappschuss ist eine Einladung, in diese Lebenswelten einzutauchen, die häufig zu wenig Aufmerksamkeit finden. Von Handwerkern und Straßenverkäufern bis hin zu Künstler:innen – diese ausdrucksstarken Bilder führen uns vor Augen, wie Arbeitswelten Menschen und Alltag prägen sowie unser Umfeld bestimmen.
5.2.25
Michael Weber liest aus Christian Geisslers "Anfrage".
Der 1960 in Hamburg erschienene Roman "Anfrage", aus dem der Hamburger Schauspieler Michael Weber vom Deutschen Schauspielhaus las, ist ein leidenschaftlicher Appell an die Verantwortung des Einzelnen, ein Buch gegen Faschismus, Krieg und Antisemitismus. Olmo kooperierte bei der Veranstaltung, zu der sich im
kleinen "FilmRaum" in Eimsbüttel mindestens 40 Besucherinnen und Besucher einfanden, mit der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel (Galerie Morgenland), der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Christian-Geissler-Gesellschaft. Detlef Grumbach von der Geissler-Gesellschaft führte in den Abend ein und gab nach der Lesung Auskunft über Leben und Werk des Autoren.
Link zur Aufzeichnung der Veranstaltung (fast 2 Std.)
19.12.24
Geburtstagsstandpauke zum 130-sten Geburtstag von Paul Dessau. Das Duo Akonoru Fakoum lud zu einem Liederabend in die Räume der "Schwarzen Katze" in der Fettstraße 23 ein, wo die beiden Kunstschaffenden (Arnika und Achilles) in einem fast 2stündigen Programm den Lebensweg des in Hamburg geborenen Komponisten und Kommunisten vorstellten und seine Lieder, aber auch Texte und Songs seiner Kollegen Bertolt Brecht, Hanns Eisler und Erich Mühsam zu Gehör brachten. Regisseurin und Sängerin Arnika Kuff, die diesen Abend entworfen hat, wird all jenen Olmo-Freunden gewärtig sein, die ihre Dessau-Lieder im Dezember 2023 auf der Michelwiese erlebt haben, als Olmo zu Paul Dessaus 129. Geburtstag am Geburtsort des Komponisten eingeladen hatte.
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6.12.24
Gemeinsam mit Hamburger Unterwelten e. V. war Olmo Auf den Spuren von Bunkern, Deckungsgräben und Luftschutzräumen im heutigen Wohngebiet Essener Straße. Hier in Hamburg-Langenhorn - von 1934-1945 der (nach den Werften) zweitgrößte Rüstungsstandort Hamburgs - schufteten Tausende Lohnabhängige, Zwangsarbeitende sowie Hunderte Strafgefangene und weibliche KZ-Häftlinge in der Fabrikation von Munition und Zeitzündern für den "Endsieg". Olmo wird gemeinsam mit Unterwelten künftig Rundgänge zu den Lost Places von Bunkern und Schutzräumen anbieten, sowohl im Wohngebiet als auch im Valvopark und in der sog. Schwarzwaldsiedlung. Hier eine Momentaufnahme (Video 19sec) von der Besichtigung in den einstigen Luftschutzkellern an der Essener Straße.
22.11.24
Übervolles Haus im Veranstaltungslokal SMUX in Geesthacht beim Vortrag Ein rotes Pulverfass - das Hamburgische Geesthacht in den Zwanzigern mit René Senenko und Kim Kielau. Im Mittelpunkt von Vortrag und Bildpräsentation standen die Geschehnisse und politischen Konflikte rund um das Explosionsunglück im Sprengstoffwerk Krümmel im August 1929. Gastgeber der Veranstaltung waren das Industriemuseum Geesthacht e.V. und die Geesthachter Volkshochschule. Der Bürgermeister Olaf Schulze und Nadine Cinar von der VHS sprachen Grußworte. Ulrike Neidhöfer vom Förderverein Industriemuseum e.V. eröffnete den Abend.
15.11.24
Wie wollen wir erinnern? Das Beispiel Langenhorn: Pfad der Erinnerung
Die Gedenkstättenpädagogin Kim Kielau (Foto) stellte im Bürgerhaus Langenhorn ihr Projekt eines "Pfads der Erinnerung" für den in den NS-Jahren zweitgrößten Hamburger Rüstungsstandort Langenhorn vor. Der Lernpfad soll aufklären über die Zwangsarbeit bei der Granathülsen- und Zünderproduktion, über die einhergehende Errichtung von Wohnsiedlungen und über das KZ-Außenlager Tannenkoppel. Außerdem informierte Kim Kilau über die Hintergründe der eben gegründeten "Initiative Kolafu". Flyer
22.10.24
Besuch beim "Feind" - Bericht von einer Russlandreise
Hermann Kopp berichtete im Begegnungszentrum Atif (Bartelsstraße) in Wort und Bild von der von ihm organisierten Gruppenreise im Mai 2024 nach Russland. Ein Abend gegen Russophobie. In Kooperation mit "Jour fixe - Gewerkschaftslinke Hamburg" und dem Hamburger Forum
7.9.24
Zwischen Kriegsklotz und Deserteursdenkmal:
Ludwig-Baumann-Fest
Es war sicher eines der gehaltvollsten und von einer 30-Grad-Spätsommersonne beschienenen Antikriegsfeste des Kulturvereins Olmo e.V. überhaupt, unterstützt von dem Logistikteams Till Petersen (Uni Hamburg), Carsten Orth (Comm e.V.) und Rasmus Gerlach (Let'sDok). Das mehr als 8-stündige Programm zog viele Hamburg-Besucherinnerinnen und Friedensfreunde an. Olmo e.V. sagt allen Beteiligten DANKE! Gerne wieder.
Als vor Ort die Polizei erschien, um nach dem Rechten zu schauen, verlangte sie die Entfernung des Guernica-Banners. Was darunter zum Vorschein kam, war die Botschaft, welche der Kriegsklotz an jedem sonstigen Tag im Jahr verkündet (auch an Tagen der Sonntagsreden unserer Politik): "Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen."
Ein Hoch dem Behördenformalismus.
28.7.24
Ohlsdorfer Friedensfest:
"Was gibt es besseres als einen Krieg zu verraten". Ludwig Baumanns Vermächtnis in den Kriegen von heute
Rund 25 Besucher*innen fanden nachmittags ins Festzelt am Bombenopfermahnmal, um dem Dialog gegen die Kriegsertüchtigung, einem Vortrag über den reaktionären Bankier von Schinkel, den Lieder von René Buschmann und schließlich einigen Interviewausschnitten mit Ludwig Baumann zu lauschen, denn dem Wehrmachtsdeserteur und Friedensaktivisten Ludwig Baumann (1921-2018) war die Veranstaltung gewidmet.
In Kooperation mit: Initiative "Sedanstraße umbenennen", Bündnis Deserteursdenkmal, "Antikriegsambulanz" und Filmwerk "LetsDOK".
Unser Foto zeigt Ludwig Baumann im Jahr 2010 bei der ersten Ehrung
hingerichteter Wehrmachtsdeserteure
auf dem Friedhof Ohlsdorf.
27.7.24
Ohlsdorfer Friedensfest:
Radtour zu Grabstätten von Aktivistinnen gegen Repression und Krieg
32 Menschen nahmen bei schönsten Sommerwetter an der Tour über den Friedhof Ohlsdorf teil. Olmo sagt danke an Rita Bake vom "Garten der Frauen", Sebastian Schubert und Kim Kielau, die das Programm vorbereiteten oder mitgestalteten.
Flyer Ohlsdorfer Friedensfest (alle Veranstaltungstermine)
22.6.24
Rundgang
Zwangsarbeit und Rüstungsproduktion 1934-1945 in Langenhorn
mit Kim Kielau (Gedenkstättenpädagogin, www.touching-history.de).
Den gutbesuchten Rundgang führte Olmo e. V. erstmals in Kooperation mit der Geschichts- und Zukunftswerkstatt Langenhorn durch.
Videoausschnitt vom Rundgang (am KZ-Gedenkstein, Essener Straße, 48sek).
7.6.24
Besuch der Jubläumsausstellung
"20 Jahre Forum der Künstlernachlässe"
im Künstlerhaus Sootbörn in Niendorf. Mit Musik und Theatereinlagen. Musikalischer Auftakt mit "Tuten und Blasen" (47 sec), aufgezeichnet von Olmo.
8.5.24
Programm
Fest zum 8. Mai
Olmo beteiligte sich am Bühnenprogramm auf dem Jungfernstieg mit einem Kurzstück, das die juristische Verfolgung der "Hamburger Volkszeitung" während der Weimarer Republik wegen ihrer vielen kritischen Berichte über die Aufrüstung und Kriegsproduktion thematisiert und sich dabei auf Akten im Staatsarchiv Hamburg stützt. Das Olmo-Team "Antikriegsambulanz" (dieses Mal mit Lothar Zieske und René Senenko) setzte das Stück mit einem lebhaften Dialog um.
7.5.24
Tag der Befreiung
Am 8. Mai 1945 wurde Deutschland von der Nazi-Diktatur befreit. Mit Blumen, Reden und Musik erinnerten wir an einen der größten Hamburger Rüstungsstandorte der NS-Diktatur, der Tausende Zwangsarbeiter um ihre Jugendjahre brachte. Außerdem stellte die Gedenkstättenpädagogin Kim Kielau erste Überlegungen vor, wie die Gedenkorte im Gebiet Essener Straße zu einem Gedenkpfad verbunden werden können. Wolfgang Kopitzsch hob die Bedeutung solcher Erinnerungsorte hervor und betonte, dass vielerorts in Hamburg noch Nachholebedarf besteht. Jan See aus Langenhorn stimmte die Veranstaltung musikalisch ein. Er ist Musiker sowie Lehrer für Gesang, Klavier und Gitarre. Hier ein Videoausschnitt, das ihn beim Gesang eines jiddischen Liedes zeigt, das er auf der Concertina begleitete.
30.4.24
Statt Tanz in den Mai:
Film "Roger & Me"
Anlässlich des 70. Geburtstages des bekannten US-amerikanischen Filmemachers Michael Moore ("Bowling for Columbine") zeigten wir im Bürgerhaus Langenhorn sein Debütwerk "Roger & Me" aus dem Jahr 1989. Mit viel Ironie und Sarkasmus schildert der Film den Niedergang von Moores Heimatstadt Flint (Bundesstaat Michigan), einst Sitz von General Motors. Unbedingt sehenswert! Der Film wurde bei der Dokfilmwoche Leipzig 1989 mit einer "Silbernen Taube" ausgezeichnet. Der richtige Film am Vorabend des 1. Mai!
20.4.24
Gedenken am Höltigbaum
Nach einem Grußwort von Volker Lang, Schöpfer des Hamburger Deserteursdenkmals, stellten die Veranstalter in diesem Jahr am Gedenkort Neuer Höltigbaum/Ecke Sieker Landstraße das Schicksal des fahnenflüchtigen Wehrmachtsdeserteurs Erwin Heibel vor, der in Ahrensburg nach seiner 6 Monate währenden abenteuerlichen Flucht 1945 Unterschlupf gefunden hat. Außerdem gab Hans-Joachim Klier Erläuterungen zur weiteren Umgestaltung des Gedenkorts. Auf die Situation der Deserteure in den heutigen Kriegen ging Detlef Mielke von der Deutschen Friedensgesellschaft ein. Helga und René Buschmann begleiten das Programm musikalisch und brachten den Chanson "Le déserteur" (1954) von Boris Vian zu Gehör. +++ Seit 2010 wird alljährlich im April am Höltigbaum der letzten Opfer der Hinrichtungskommandos im 2. Weltkrieg gedacht.
10.3.24
Flyer Busrundfahrt zu Stätten polnischer Geschichte in Hamburg Rundfahrt im Rahmen der "Wochen des Gedenkens in Hamburg-Nord". + + Stationen: Polizeimuseum Hamburg (Führung mit Wolfgang Kopitzsch); Katholische St.-Josef-Kirche in der Großen Freiheit; Wilhelmsburg (Führung durch das einstige "Klein-Warschau"), KZ-Gedenkstätte Neuengamme (mit dem Künstler Jan de Weryha). Die Fahrt wurde moderiert von Hartwig Zillmer und fand in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (Hamburg) statt. Olmo sagt allen Mitwirkenden an der Fahrt und allen Spendern Danke.
19.1.24
Eröffnung der Ausstellung "Rechte Gewalt in Hamburg von 1945 bis heute" in der Hamburger Rathausdiele.
Das Foto zeigt Hans-Joachim Kroll, Vorsitzender des Kulturvereins Olmo e. V., im Gespräch mit der Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit. Links im Bild eine Tafel, die den Fall des 1985 von Neonazis getöteten Maurers Mehmet Kaymakçı aus Langehorn schildert. Der im Jahr 2021 übergebene Gedenkstein in Langenhorn, Hohe Liedt, der an Mehmet Kaymakçı erinnert, wird von Olmo e. V. gepflegt. Näheres zum Gedenkort.
Foto: Gert Krützfeldt
8.2.24
Flyer Lesung und Autorengespräch
"Salomon ruft"
Der Hamburger Autor Konrad Singer (*1950) las im Bürgerhaus Langenhorn anlässlich der "Wochen des Gedenkens in Hamburg-Nord" vor zahlreichen Gästen aus seinem Roman “Salomon ruft”. Das Interesse an dem Stoff war groß, sodass für Lesung und Diskussion selbst drei Stunden nicht hinreichten und die Gespräche anschließend in einem Lokal ihre Fortsetzung fanden. Die Veranstaltung wurde von der Bezirksversammlung Hamburg-Nord gefördert.
Foto: nko
4.1.24
Otto-Dix-Ausstellung
Führung durch die Ausstellung
"Otto Dix und die Gegenwart".
Am "Langen Donnerstag" nahmen viele Mitglieder und Freunde an der vortrefflichen Führung von Christian Kintz durch die Otto-Dix-Ausstellung teil, die 19 Uhr begann. Die deutungsoffenen Bilder von Otto Dix regen zur Diskussion an, auch wenn viele Frage ohne Antwort bleiben. Unbedingt sehenswert.
Übrigens: Vor dem Eingang zur Halle hatte sich seit 18 Uhr eine hundert Meter lange Schlange gebildet. Wir hatten Glück, da wir als Gruppe angemeldet waren.
19.12.23
Paul-Dessau-Fest
Das Paul-Dessau-Fest am 19. Dezember 2023 gehörte zweifellos zu den stimmungsvollsten Veranstaltungen des Kulturvereins Olmo e.V. im Jahr 2023. Das Fest wurde bereichert von Liedern Paul Dessaus, gesungen von Arnika Kuff und René Buschmann, von Redebeiträgen (unter anderem von Ulrich Fritsche, dem Wiederentdecker Paul Dessaus), durch Performances von Monika Riemer und dem Künstler ZipoZ und nicht zuletzt durch den reichhaltigen Büchertisch des Laika-Verlages. Klaus Kellermeier trug durch seine Lesung der von ihm erarbeiteten Kurzbiografie Dessaus zum Gelingen der Dessau-Ehrung bei. Sein Vortragsskript geben wir hier wieder.
Unser Dank gilt allen helfenden Händen, voran Carsten Orth vom comm e.V., der die regenresistente Logistik herbeischaffte. Dem Fotografen Gert Krützfeldt sind äußerst stimmungsvolle Fotos vom Fest gelungen.
Olmo kooperierte bei dem Fest mit dem Hamburger Forum für Frieden und Völkerverständigung und den NaturFreunden Hamburg.
1./2.9.23
Ludwig-Baumann-Fest
In der Tradition der seit 2010 gefeierten "Klotzfeste" widmete die Vorbereitungsgruppe "Ludwig-Baumann-Fest" die diesjährige Veranstaltung dem 2018 verstorbenen Friedensaktivisten Ludwig Baumann ein vielstimmiges Programm aus Wort, Musik, Lied, Rezitation und Film.
Programm
2020-2023
Chronik der Olmo-Aktivitäten 2020 bis 2023
Vollständige Übersicht (PDF 3,3 MB)
Projekte 2026
- Bereits realisiert!
Stolperstein
Ehrung des Hamburger Arbeiterfotografen Gerhard Daehnel
Der von Olmo beantragte Stolperstein für den Arbeiterfotografen Gerhard Daehnel (1905-1975), letzter Vorsitzeneder der Hamburger Ortsgruppe der "Vereinigung der Arbeiterfotografen Deutschlands", wird im Frühjahr 2026 an der Isestraße 28 verlegt. Ein von René Senenko recherchiertes Lebensbild wird in einer Begleitbroschur erscheinen. Spenden für den Druck des Heftes sind willkommen.
- Postkartenserie bereits realisiert!
Porträt-Projekt
Galerie bemerkenswerter Persönlichkeiten
Der Langenhorner Künstler Meinhard Raschke (*1939), mit dem Olmo seit Jahren zusammenarbeitet, fertigt derzeit auf Bitten von Olmo eine Reihe von Porträtzeichnungen von Hamburger Kunst-, Theater- und Musikschaffenden, von Mediziner*innen, bekannten Friedensaktivist*innen und von Autor*innen, welche nach ihrer Fertigstellung in einer Ausstellung und einer Postkartenserie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Bei dem Künstler Raschke versteht es sich von selbst, dass er auch neugierig auf die Personage außerhalb des Hamburger Tellerrands ist. Als großer Freund vonn George Grosz (1893-1959) und dessen sozialkritischer Grafik zeichnete er zuletzt auch ein Grosz-Porträt. Aber wenn schon Grosz, dann war es auch nicht weit zu John Heartfield und Bertolt Brecht. Auch diese zeichnete er - wie alle anderen Porträts - nach historischen Fotografien.
Theaterteam
Kleine Szenen, szenische Lesungen und Dialoge mit Olmo e. V.
Im Rahmen von Friedensfesten in Hamburg führt das kleine Olmo-Theaterteam "Antikriegsambulanz" jedes Jahr zu historischen, erinnerungspolitischen oder friedensbezogenen Themen szenische Lesungen oder Dialoge auf. Dafür werden ständig Mitwirkende gesucht.
Jährlich finden 2-3 Aufführungen (meist im Freien) statt; geprobt wird wenig, denn im Vordergrund steht keine hohe Schauspielkunst, sondern das Anliegen. Interessierte nehmen Kontakt auf über [email protected]
Tankstellen-Historie
Derop-Tankstellen in Hamburg und Umgebung 1927-1935
Ab 1927 drängte auf den schon damals heiß umkämpften Markt der Ölgesellschaften auch ein deutsch-sowjetischer Anbieter für Fahrzeug-Kraftstoffe: die "Derop". Ihr Kraftstoff aus den Ölquellen Bakus galt als vorzüglich und preiswert. Und schon damals trat die Konkurrenz von Shell und Esso eine Schmutzkampagne gegen "die Russen" los, sie würden mit Dumpingpreisen die gängigen Benzinpreise unterlaufen. - Unser Projekt geht auf Spurensuche nach den einstigen Tank- und Zapfstellen der Derop in Hamburg und Umgebung, von denen heute niemand mehr etwas weiß...
Das Foto zeigt eine Derop-Zapfstelle 1930 in Blankenese.
- Bereits realisiert!
Stolperstein
Ein Stolperstein für den Werftarbeiter und Elektroschweißer Oskar Voß
René Senenko hat im Bundesarchiv das Schicksal des Werftarbeiters Oskar Voß, geboren 1907 in Wolgast, recherchiert. Wegen Bildung einer Widerstandsgruppe und Sabotage bei der U-Boot-Produktion in Hamburg wurde Voß mit weiteren Mitangeklagten im Mai 44 zum Tode verurteilt und zusammen mit vier Genossen binnen elf Minuten im Innenhof des UG Holsteinglacis enthauptet. Die Hingerichteten gehörten zum Widerstandsnetz der Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe. Die letzte Wohnanschrift von Oskar Voß war in der Jakobstraße 17 (am Venusberg) in der Neustadt Hamburgs. Der Kulturverein Olmo e.V., die NaturFreunde Hamburg e.V. und weitere Partner übergeben am Samstag 22. März 2025 gemeinsam mit dem Autoren Harald Hinsch den Stolperstein an der Jakobstraße 15/17. 13 Uhr beginnen die NaturFreunde mit einem Stolpersteinrundgang am Mahnmal Sievekingsplatz, der in der Jakobstraße endet. 14 Uhr beginnt an der Jakobstraße 17 die Übergabe des Steins. Kurz darauf setzen wir die Veranstaltung mit einem 100-minütigem Fest auf der Michelweise fort. Spendenaufruf
Neues Buchprojekt
"Hamburg - Die letzten Jahre der Weimarer Republik"
Nach dem Erfolg des 2022 erschienenen Sammelbandes "Mit revolutionären Grüßen" (VSA-Verlag Hamburg) legt nun Olmo nach und bringt Ende 2024 / Anfang 2025 einen weiteren Sammelband mit Recherchen zur Geschichte der Hamburger Arbeiterbewegung heraus. Arbeitstitel: "Die letzten Jahre der Republik - Hamburg 1927-1933". Abermals beteiligen sich mehrere Autorinnen und Autoren an dem Buch. Gefördert wird das Projekt von der Landeszentrale Politische Bildung Hamburg.
History am Ochsenzoll
Schaffung eines Geschichtspfades zwischen Hochbahn Ochsenzoll und Tarpen
Das Wohnquartier Essener Straße hat eine Vorgeschichte, an die bisher nur wenig sichtbare, kleine Gedenkmarken erinnern: Ganz verstreut finden wir Stolpersteine, eine Dreikantstele und einen Gedenkstein, sodass der historische Zusammenhang kaum erkennbar ist. Olmo e. V. erarbeitet nun gemeinsam mit der Gedenkstättenpädagogin Kim Kielau das Konzept eines "Pfades der Erinnerung", der diese Gedenkorte miteinander verknüpfen wird. Außerdem sollen zusätzliche Tafeln über die einstige NS-Rüstungsfabrikation am Ochsenzoll, über die einstigen Lager für Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge sowie die im Zusammenhang mit der Kriegsproduktion stehende Wohnbebauung informieren. Das Projekt wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Themen & Materialien
27.2.2026
Broschur
"Flucht aus dem Kettenwerk" (2019)
Anlässlich der bevorstehenden Aufführung des Theaterstücks "Flucht aus dem Kettenwerk" am 5.3.26 im ella-Kulturhaus Langenhorn stellen wir hier die im Mai 2019 veröffentlichte Broschur "Flucht aus dem Kettenwerk" von R. Senenko zur Verfügung. Sie erschien seinerzeit als Begleitheft zur Übergabe der drei Stolpersteine für die Geflüchteten an der Langenhorner Chaussee 623. Das komplette Heft (PDF).
26.11.2025
Listen
Nachkriegsabgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft mit vormaliger NSDAP-Mitgliedschaft
Der Kasseler Forscher Helmut Géwalt hat bereits im Jahr 2004 die von ihm recherchierten Namenslisten von Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft vorgelegt, die vor 1945 Mitglied der NSDAP gewesen sind, darunter bekannte Personen des öffentlichen Lebens. Bis heute haben weder Bürgerschaft noch Senat eine solche Auflistung in Auftrag gegeben geschweige denn veröffentlicht. Olmo holt das hiermit nach. Die Listen
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22.3.2025
Begleithefte
Ein Stolperstein für Sabotage in der Kriegsproduktion
Ergänzend zum Stolperstein für den Werftarbeiter und Widerstandskämpfer Oskar Voss gab Olmo zwei Begleithefte heraus: Das erste enthält sowohl eine Biografie von Oskar Voss als auch zwei Redebeiträge von Karl Heinz Roth (Bremen) und Willi Bartels (Hamburger Forum), das zweite Heft enthält neben dem Oskar-Voss-Biogramm alle Beiträge, die anlässlich der Stolpersteinübergabe beim "Stolperfest" am 22. März 2025 auf der Michelwiese gehalten wurden.
Gedruckte Ausgaben können zum Preis von je 3€ + Porto bei Olmo bestellt werden: [email protected].
8.3.2025
Neue Datenbank
Hamburger Straßennamen
Dr. Rita Bake hat am Internationalen Frauentag die von ihr erarbeitete umfangreiche Datenbank www.hamburg-strassennamen.de online gehen lassen. Dieser Verkehrsflächennamensspeicher umfasst alle jene Straßennamen, die einen Bezug zu Personen und Menschengruppen aufweisen. Das Projekt belegt, dass auch heute noch fast sechsmal so viele Straßen nach Männern wie nach Frauen benannt sind. Das Hamburger Abendblatt erwähnt in einem Beitrag, dass es noch immer Initiativen gebe (auch Olmo!), die seit längerem auf eine Umbenennung von Verkehrsflächen warten. Das betrifft auch Straßen wie der Oehleckerring und die Heynemannstraße (beide in Langenhorn), deren Umbenennung schon vor mehreren Jahren auf diversen Ebenen begrüßt und beschlossen worden war.
19.2.2025
Lebensbild
Willi Dittmann
verfasst von René Senenko und publiziert im Sammelband "Soldat – Kind – Zwangsarbeiterin – Deserteur" (2021). Der Band befasste sich ausschließlich und kritisch mit der Historie des Soldatenfriedhofs in Ohlsdorf, wo auch die Gebeine Willi Dittmanns liegen. Hier das Lebensbild Willi Dittmanns aus dem genannten Buch.
31.5.2024
Rezension
Heinz Jürgen Schneider, einer der Mitautoren des von Olmo herausgegebenen Sammelbandes "Mit revolutionären Grüßen" (VSA 2022) hat im Tredition-Verlag Hamburg seinen jüngsten historischen Hamburg-Roman, "Rote Marine" (500 S., Pb 19€, geb. 24€), publiziert.
Die Tageszeitung "junge Welt" brachte in ihrer Ausgabe vom 31. Mai eine ausführliche Rezension. Über den Autor schreibt jW: "Heinz Jürgen Schneider, Jahrgang 1954, 30 Jahre profiliert als Rechtsanwalt in Strafprozessen, in denen er [...] Mitglieder der RAF und der PKK vertrat, Koautor des Standardwerks »Die Rechtsanwälte der Roten Hilfe Deutschlands« (Köln 2002) hat sich später als sozialkritischer Krimiautor im Stil von Sjöwall/Wahlöö einen Namen gemacht, drei seiner inzwischen sechs historischen
Romane, verlegt bei Boyens in Heide, spielten ebenfalls vor 1933 in einem eher provinziell geprägten Rahmen. Und jetzt also das Tor zur Welt, in die
Hafenstadt..."
24.5.2024
Namensgebung des Ingeborg-Syllm-Rapoport-Hörsaals im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am 24. Mai 2024
Redebeitrag von Elias Gläsner, Hamburg, studentischer Vertreter
7.2.2024
Recherche, eingereicht am 7.2.2024
Biografie Dr. Albert Krebs
Unser Mitglied Helmut Géwalt hat in mehreren Archiven nach Spuren von Dr. Albert Krebs (1899-1974) geforscht, der 1926 nach Hamburg kam, dort für die Nationalsozialisten "Aufbauarbeit leistete" und im Jahr 1928 Hamburgs NSDAP-Gauleiter war.
19.12.2023
Vortrag
Leben und Werk von Paul Dessau
Vortrag von Klaus Kellermeier beim Paul-Dessau-Fest am 19. Dezember 2023 auf der Michelwiese in Hamburg.
Das Paul-Dessau-Fest am 19. Dezember 2023 gehörte zweifellos zu den stimmungsvollsten Veranstaltungen des Kulturvereins Olmo e.V. im Jahr 2023. Klaus Kellermeier trug durch seine Lesung der von ihm erarbeiteten Kurzbiografie Dessaus zum Gelingen der Dessau-Ehrung bei. Sein Vortragsskript geben wir hier wieder.
5.10.2023
Digitalisat
Namensliste der nach dem Hamburger Aufstand 1923 abgeurteilten 873 Personen
Alle 873 Namen wurden auf der Basis einer von der Polizeibehörde Hamburg 1926 oder 1927 angelegten Liste erfasst. Auf Anfrage können weitere Daten aus der Originalliste mitgeteilt werden (z.B. das Strafmaß). Die Liste wird stets ergänzt und in ihrer aktuellen Fassung hier publik gemacht. Anfragen, Ergänzungen und Korrekturen richten Sie bitte an [email protected].
Um über die juristische Abrechnung der Klassenjustiz mit den Aufständigen einen ersten Einblick zu erhalten, kann hier die Broschur von Gerhard Gill "Gedanken zum Schiffbeker Prozess 1925 - Strafprozesse gegen Kommunisten" (1999, 62 S.) gelesen und heruntergeladen werden.
Dank an Gert Krützfeldt, der uns die Broschur von Gerhard Gill für die Digitalisierung zur Verfügung stellte.
21.3.2023
Straßenname
Wie lange noch Hindenburgstraße?
Am 31. Januar 1933 - also vor 90 Jahren - berief Reichspräsident Paul von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler. Noch immer gibt es in Hamburg eine lange Straße, die nach diesem Steigbügelhalter des Faschismus benannt ist. Olmo e. V. greift die alte Forderung nach Umbenennung wieder auf und wird sich an die Bezirksversammlung Nord wenden. Plakat | Mopo 2./3.2023 : Beitrag von Olaf Wunder
6.3.2023
Digitalisat
»Billstedts vergessene Geschichte«
Von Olmo digitalisiert und ab sofort als Komplett-Scan (30 MB) verfügbar: die 1989 von Erhard Dressel (1943-1991) herausgegebene Veröffentlichung "Billstedt's 'vergessene' Geschichte".
Biografische Erinnerungen an Erhard Dressel und ein Fotoporträt Dressels finden sich bei https://sds-apo68hh.de/biografien/
Bilder von Gert Krützfeldt:
Erhard Dressel am 8. Mai 1989
Erhard Dressel am 8. Mai 1990
8.2.2023
Lebensbild
»Die Hamburger Friedensaktivistin Ayong Colberg«
Im Jahr 2022 überführten Mitglieder von Olmo e. V. den Grabstein der Hamburger Friedensaktivistin Ayong Colbergs und ihres Ehemanns Willy Colberg nach Fischland, wo Angehörige der Familie leben. Um das Andenken an die Colbergs auch in Hamburg zu bewahren, wurde im April 2022 auf dem Ehrenhein der Geschwister-Scholl-Stiftung ein Stein für den Künstler und Kommunisten Willy Colberg (1906-1986) errichtet und im März 2023 im Garten der Frauen (Friedhof Ohlsdorf) eine Erinnerungsplakette für Ayong Colberg (1911-1996) übergeben. Beide Projekte wurden von Olmo e. V. realisiert, letzteres gemeinsam mit dem Garten der Frauen e. V.
Lebensbild verfasst von Antje Fretwurst-Colberg
8.2.2023
Dokumentation
»Vom Kriegerdenkmal zum Mahnmal«
Nach 12-jährigen Bemühungen des "Arbeitskreises Denk-mal", das heldische Bramfelder Soldatendenkmal (offiziell "Ehrenmal" genannt) umzugestalten, hat nun der Arbeitskreis nach Abschluss der Bauplanung für ein Gegendenkmal eine 36-seitige Dokumentation vorgelegt, welche die Geschichte des 1935 errichteten Kriegerdenkmals, des Arbeitskreises und seiner Aktionen und Initiativen sowie des Wettbewerbs, der 2016 ausgelobt wurde, zum Inhalt hat. An dem Projekt waren Mitglieder von Olmo e. V. seit Gründung des AK Denk-mal aktiv beteiligt. Dokumentation
15.11.2022
Neuerscheinung
»Stolpersteine in Fuhlsbüttel, Ohlsdorf, Klein Borstel und Langenhorn«
Mehr als zehn Jahre nachdem die AutorInnen ihre ersten Beiträge für das seinerzeit geplante Stopersteinbuch für Fuhlsbüttel und Langenhorn eingereicht hatten, ist das von Margot Löhr herausgegebene Werk nun in zwei Bänden erschienen. Wie üblich sind beide Bände für jeweils 3 Euro bei der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg erhältlich. In beiden Bänden sind auch biografische Beiträge von Olmo-Mitgliedern enthalten..
3.5.2022
Langenhorner Geschichte
1944: Strafgefangene Luftwaffensoldaten fliehen aus dem Kettenwerk
Seit Mai 2019 erinnern an der Langenhorner Chaussee 623, nur wenige Meter vom ZOB Ochsenzoll entfernt, drei Stolpersteine an eine ungewöhnliche Fluchtgeschichte. R. Senenko (OLMO e.V.) schildert in der vom "ella Kulturhaus Langenhorn" herausgegebenen Stadtteilzeitung (Frühjahrsausgabe 2022) die von ihm recherchierte Begebenheit.
30.4.2022
Straßennamen
»Heynemannstraße« und »Oehleckerring« endgültig infrage gestellt
Anfang 2018 hatten Manfred Hansen und René Senenko im Ortsausschuss Langenhorn die Umbenennung der drei nach Medizinern benannten Straßen Theodor-Fahr-Weg, Oehleckerring und Heynemannstraße angeregt. Die Bezirksversammlung beschloss nach der Anhörung einer Historikerin, die Kulturbehörde eine etwaige Umbenennung prüfen zu lassen. Diese rief nach einer peinlich langen Wartezeit eine Kommission ins Leben, die über den Umgang mit den zahllosen NS-belasteter Hamburger Verkehrsflächen beraten sollte. Anfang März 2022 machte die Kommission ihre Vorschläge endlich öffentlich. Sie empfahl unter anderem, die nach Oehlecker und Heynemann benannten Straßen umzubenennen und den Theodor-Fahr-Weg mit einer Zusatztafel zu versehen. Die Presse berichtete ausgiebig, zuletzt das Langenhorner Wochenblatt vom 30. April 2022. Jetzt muss die Bezirksversammlung tätig werden, über die Umbenennung einen Beschluss herbeiführen und zu Ersatznamensvorschlägen aufrufen.
28.2.2022
Publikation
»Visuelle Einmischung: Hamburgs organisierte Arbeiterfotografen 1926-1933«
René Senenko legt mit der 24-seitigen, durchgehend illustrierten Publikation "Visuelle Einmischung" eine erste überblicksartige Geschichte der Hamburger Arbeiterfotografen-Vereinigung von 1926-1933 vor. Er knüpft damit an die ersten Forschungen der "Projektgruppe Arbeiterkultur in Hamburg" von 1982 an. Das Heft kann gegen eine Spende bei OLMO e.V. erworben werden (zzgl. Porto).
7.8.2021
Publikation
»Soldat - Kind - Zwangsarbeiterin – Deserteur. Wer ist in den 'Soldatengräbern' auf dem Friedhof Ohlsdorf bestattet?«
Der materialreiche Band entstand infolge der Auseinandersetzungen der zurückliegenden 11 Jahre um den Soldatenfriedhof in Ohlsdorf. OLMO e.V. (seinerzeit noch unter dem Namen Grüner Saal e.V.) war am Runden Tisch, auf dessen Stühlen die Debatte geführt wurde und der das Buch herausgab, aktiv beteiligt. Das Buch (283 S., durchgehend ill.) ist bei der Landeszentrale politische Bildung Hamburg oder gegen eine Spende bei OLMO e.V. zu beziehen.
24.7.2021
Rede
Gedenkstein für Mehmet Kaymakçı in Langenhorn
Vor 36 Jahren wurde in der Nacht zum 24. Juli 1985 der damals 29jährige Maurer Mehmet Kaymakçı aus Langenhorn von drei Neonazis brutal ermordet. Auf Initiative der Bezirksversammlung Hamburg-Nord wurde am Jahrestag des rassistischen Verbrechens, am 24. Juli 2021, am Ort der Tat in der Straße Hohe Liedt in Langenhorn ein Gedenkstein übergeben. Den Stein schuf der Künstler Vān Ngân Hoàng. In seinem Redebeitrag informiert Aktivist Rachid Messaoudi über die Gedenkstein-Initiative und die Übergabe des Gedenkorts.
25.5.2021
Einführung zum Thema
Behelfsheime für kriegsbedingte Obdachlose in Hamburg vor und nach Kriegsende 1945
Dipl.-Ing. Hans-W. Ellerbrock (Hude) stimmt mit diesem Skript auf seinen
im Bürgerhaus Langenhorn gehaltenen Vortrag im Herbst 2021 ein. In der Regel sind die thematisierten Baulichkeiten, die bis heute als Siedlungshäuschen oder Bungalows überdauert haben, nicht mehr als einstige Behelfsbauten erkennbar. Um so mehr freut es den Autor, wenn Leser+innen ihn auf solche Bauten in Hamburg und Umgebung hinweisen.
NOV 2014
Friedhof Ohlsdorf
Gedenkbuch für sowjetiche Kriegsgefangene
Namensliste für die auf dem Gräberfeld für „sowjet-russische Kriegsopfer“ in Ohlsdorf bestatteten
384 Kriegsgefangenen der Roten Armee, die in den Kriegsgefangenenlagern („Stalag“) in Norddeutschland 1941-1945 ums Leben gebracht worden sind. Zusammengestellt von
René Senenko. + + + Im Jahr 2015 änderte die Friedhofsverwaltung die Beschilderung in "Gräber sowjetischer Kriegsgefangener"
(Захоронения советских военнопленных)
Historische Postkarte
des Monats
Monat
Juni 2026
Deutschland, Juni 1926
Fürstenenteignung
SPD-Karte zur Volksabstimmung über die Fürstenenteignung am 20.6.1926 // Als 1925 bekannt wurde, dass die Fürsten für die 1919 beschlagnahmten Güter abgefunden werden sollten, stellte angesichts des Massenelends die KPD im Reichstag den Antrag auf eine entschädigungslose Enteignung der Fürsten. Eine Volksabstimmung ergab: 36,3 % aller Wahlberechtigten stimmten für die Enteignung. Trotz dieser Abstimmungsniederlage hatten Arbeiter und demokratische Kräfte ein enormes Mobilisierungspotential bewiesen, wie es zuvor nie erreicht wurde. Im Ergebnis wurden kostenintensive Objekte (Theater, Museen, Archive, Parks und Schlösser) von den Ländern übernommen oder gingen in Stiftungen ein, profitable Titel jedoch erhielten die Fürsten zurück (Wälder, rentable Böden).
[Sammlung Senenko]
Als "Postkarte des Monats" sind geplant im Juli: Spanienkrieg 1936-39
August: Kinder von deutschen Naziopfern in einer Ferienkolonie der "Internationalen Arbeiterhilfe"
Monat
Mai 2026
Niederlande, Pfingsten 1926
Pfingsttreffen 1926 in Amsterdam
Postkarte zum Treffen der Sozialistischen Jugend-Internationale vom 21. bis 25. Mai 1926 in Amsterdam, zu dem sich 6000 Jugendliche einfanden. Anschließend fand am gleichen Ort der 3. Internationale Sozialistische Jugendkongress statt, der einen Forderungskatalog zum Jugendschutz in allen Ländern beschloss.
[Sammlung Senenko]
Als "Postkarte des Monats" sind geplant im Juni:
Fürstenenteigung 1926,
Juli: Spanienkrieg 1936-39
August: Kinder von deutschen Naziopfern in einer Ferienkolonie der französischen Sektion der "Internationalen Arbeiterhilfe"
Monat
April 2026
Italien/Frankreich, April 1926
Matteotti-Fonds
"Giacomo Matteotti / Assassinato Barbaramente dal Fascismo" (Giacomo Matteotti, vom Faschismus barbarisch ermordet). Der Matteotti-Fonds wurde im April 1926 vom Matteotti-Komitee, einer Hilfsorganisation des Internationalen Gewerkschaftsbundes, zur Unterstützung von italienischen Antifaschisten, die nach Belgien geflüchtet waren, eingerichtet. 1933 musste dieser Hilfsfonds für verfolgte Sozialdemokraten aus Deutschland reaktiviert werden. Er wurde von Paris aus verwaltet. Die Richtlinien und knappen Mittel sahen eine Unterstützung von Emigranten aus "nichtdemokratischen Ländern" vor (»pour le mouvement ouvrier des pays sans démocratie«). Mit "nichtdemokratischen Ländern" war auch die Sowjetunion gemeint.
[Sammlung Senenko]
Monat
März 2026
Frankreich, Frühjahr 1936
Nationalismus ist Krieg
"Le Nationalisme c’est La Guerre - Nationalismus ist Krieg". Postkarte der Radikal-Sozialistischen Partei in Frankreich. Diese Partei war eine linksliberale, reformistische, antiklerikale Partei, die an fast allen Regierungen beteiligt war. Das Wahlbündnis der
Radikal-Sozialisten mit den Sozialisten und Kommunisten, "Volksfront" genannt, ging aus den Parlamentswahlen im Mai 1936 als Sieger hervorging. Die Postkarte erschien zwischen Januar und Mai 1936.
[Sammlung Senenko]
Monat
Februar 2026
Sowjetrussland, Februar 1926
Gedenktafel für Nikolai Bucharin
Kurz nach der Unterzeichnung des Vertrags von Brest-Litowsk stellte Prawda-Herausgeber Nikolai Bucharin (1888-1938), der zunächst gegen die Abkommen war, sich auf die Position Lenins, welcher den Vertrag verteidigte. Am 25. September 1919 wurde Bucharin bei einem Bombenattentat in der Leontjewskigasse in Moskau verletzt, das von Terroristen verübt worden war. Sie hatten die Bombe in die Räumlichkeiten des Moskauer Komitees der Bolschewiki geworfen. Bei der Explosion kamen 12 Menschen ums Leben, 55 erlitten Verletzungen. Postkarte im Februar 1926 postalisch gelaufen.
[Sammlung Senenko]
Monat
Januar 2026
Syrien, Januar 1926
Blutige Unterdrückung der Syrischen Revolution (1925-1927)
Das Foto zeigt die öffentliche Hinrichtung von Fachri (rechts am Galgen), dem Sohn des Aufstandsführers Abu Muhammad Hasan al-Kharrat (1861-1925), und zwei seiner Mitkämpfer auf dem Marjeh-Platz (sāḥat al-Marjah) in Damaskus im Januar 1926, veranlasst durch die französische Kolonialmacht. Das Motiv wird häufig in falschen Zusammenhängen und mit falscher Datierung gezeigt. Das Foto wurde vor hundert Jahren in Damaskus als Postkarte vertrieben.
[Sammlung Senenko]
Monat
Dezember 2025
Frankreich/ČSR, Dezember 1925
Františka Plamínková (1875–1942), Lehrerin, Journalistin, Feministin
Die Porträtkarte wurde anlässlich der Wahl von Františka Plamínková zur Senatorin der Tschechoslowakischen Nationalversammlung im Dezember 1925 vom Journal “La Française. Journal de progrès féminin” (Paris), Organ des "Conseil national des femmes françaises" verbreitet. Plamínková blieb bis 1939 Senatorin. Sie war auch Mitbegründerin der „Tschechoslowakischen Liga für Frieden und Freiheit“ (Sektion der IFFF) und Gastgeberin des 6. IFFF-Kongresses 1929 in Prag und Vizepräsidentin des Internationalen Frauenrats (Frauenweltbund, englisch: International Council of Women, ICW). Die Tschechoslowakische Liga für Frieden und Freiheit ging 1932 aus national getrennten Zweigen im Lande hervor und bestand bis zur Besetzung der Tschechoslowakei 1939.
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Prag wurde Františka Plamínková im März 1939 unter Hausarrest gestellt. Während der Heydrichiade zunächst im KZ Theresienstadt interniert, wurde die 67-jährige Frauenrechtlerin am 30. Juni 1942 auf dem Schießplatz Kobylisy in Prag erschossen.
[Sammlung Senenko]
Monat November 2025
Deutschland, November 1925
Unterstützt die Ferienheime der IAH! - Die IAH ist die Proviant-Kolonne des kämpfenden Proletariats
Die von der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH) herausgegebene Postkarte wirbt um Unterstützung der IAH-Kinderheime, von denen es in Deutschland mehrere gab. In den Heimen konnten sich Waisenkinder, Kinder von politischen Gefangenen und von Familien, die sich an Streiks beteiligten, mehrere Woche erholen. Das Motiv schuf 1925 der belgische Künstler Frans Masereel (1889-1972). Selten.
[Sammlung Senenko]
Monat Oktober 2025
Italien od. Schweiz, Oktober 1925
Gaetano Pilati, sozialistischer Abgeordneter, von Faschisten ermordet am 3. Oktober 1925
Gedenkkarte. Der Bauarbeiter Gaetano Pilati, geb. 1881, gründete in Florenz ein Bauunternehmen und entwickelte erfolgreich Spannbeton-Verfahren (Patent). Der Antimilitarist wurde im Ersten Weltkrieg Soldat, wo ihm eine Granate den linken Arm verstümmelte. Während der gesundheitlichen Rehabilitierung entwarf er in Bologna zahlreiche Prothesen, für die er Patente erhielt. 1919 wurde er Generalsekretär der "Lega proletaria mutilati" (Liga der proletarischen Versehrten) und hatte einen Sitz im Abgeordnetenhaus des Königreichs Italien inne. 1921 wurde er Provinzsekretär der PSI in Florenz.
Von Florenz, damals eines der größten Zentren von Wissenschaft, Bildung und Kultur in Italien, gingen bedeutende Impulse bürgerlichen und linken Widerstands gegen den Faschismus aus. Der Führer der faschistischen Milizen, der Lehrer Tullio Tamburini (1892-1957), versuchte mit brutalen Mitteln die Verhältnisse in der Stadt zu faschisieren. Der Terror der Schwarzhemden erreichte seinen Höhepunkt in der «notte di San Bartolomeo», der Bartholomäusnacht von Florenz (3./4. Oktober 1925). Die Milizen ermordeten den Anwalt Gustavo Consolo vor den Augen seiner Familie, den jungen antifaschistischen Freimaurer Giovanni Becciolini und den stadtbekannten Sozialisten Gaetano Pilati, der zu diesem Zeitpunkt krank im Bett lag. Die Ausschreitungen führten dazu, dass Mussolini, der dem Land ein gemäßigtes Antlitz geben wollte, Dutzende Faschisten zwar versetzen ließ (auch Tamburini), aber dennoch gingen die Täter straffrei aus.
[Sammlung Senenko]
Monat September 2025
Sowjetrussland, September 1920
1. Kongress der Völker des Ostens in Baku 1920
Die rechte Hälfte der Karte zeigt einen tschagataisch-sprachigen Text, der in perso-arabischer Schrift verfasst wurde. Die deutsche Übersetzung ist nicht analog des russischen Marxzitats: "Die turkstämmigen Frauen und Männer aus Russland und aus den eigenen geehrten Ländern [Mittelasiens] befreien sich, ohne irgendetwas [anderes] im Kampf zu verlieren als die Ketten an unseren Händen und Füßen. Sie eröffnen sich eine ganze Welt.“ (Vielen Dank für die Übersetzung an Dr. Heidi Stein, Leipzig). Tschagataisch, eine Sprache, die es heute so nicht mehr gibt, war vor der Bildung der Sowjetrepubliken in Zentralasien neben der Sprache der Osmanen die zweite weitverbereitete Verkehrs- und Literatursprache der Turkvölker, und zwar auf dem Gebiet des islamischen Zentralasiens und weit darüber hinaus. Geschrieben wurde sie ausschließlich mit arabischer Schrift. Die Sprache war grammatisch so flexibel und aufnahmebereit, dass sie von allen lokalen Turkvölker verstanden und gesprochen werden konnte. Mit der Einführung neuer Alfabete infolge der Kampagnen zur Alfabetisierung ab den 1920er Jahren ging diese Gemeinsamkeit verloren.
Heute nennt man in den einzelnen Sprachgebieten das Tschagataische nur noch "Alt-Usbekisch", "Alt-Turkmenisch" usw. und nur Turkologen sind in der Lage, den Text nicht nur zu lesen, sondern auch zu verstehen. Insofern handelt es sich bei unserer Postkarte um ein ganz einzigartiges historisches und kulturhistorisches Dokument. Die Karte erschien vor dem legendären 1. Kongress der Völker des Ostens bereits am 1. Mai 1920.
[Sammlung Senenko]
Monat August 2025
Deutschland, August 1925
"Roter Tag" in Leipzig
Fotopostkarte vom "Mitteldeutschen Roten Tag" am 2. August 1925 in Leipzig, der von der KPD Westsachsen unter der Losung "Krieg dem Kriege" veranstaltet wurde. Im Bild eine Gruppe des "Roten Frauen- und Mädchenbundes" (R.F.M.B.). So nannte sich ab 1925 die Frauenabteilung des Roten Frontkämpferbundes (RFB). Fotograf R. Schilling. [Sammlung Senenko]
Monat Juli 2025
Frankreich, Juli 1925
Ferienkolonie der Internationalen Arbeiterhilfe in Couarde-sur-Mer auf der Ile-de-Ré
Trotz der erheblichen Behinderungen durch die Behörden gelangen der französischen Sektion der Internationalen Arbeiterhilfe ab 1924/1925 zwei große, dauerhafte Projekte zur Betreuung von Kindern aus proletarischen Familien: Die Einrichtung des "Roten Waisenhauses" ("Orphelanite Rouge"; "L'Avenir social") bei Paris und der Ferienkolonie auf der Insel Île de Ré an der französischen Westküste. Bei großen Streiks konnten hier die Kinder der Streikenden unterkommen. Auch zahllose Kinder von politischen Emigranten aus Italien, Deutschland und Spanien fanden hier Erholung. [Sammlung Senenko]
Monat Juni 2025
China, Mai / Juni 1925
Studenten wenden sich an das Volk
Obwohl China mit seiner Kriegserklärung an Deutschland im Jahr 1917 Anspruch auf die bisherigen deutschen Besitzungen in der Provinz Shandong erhoben hat, sprach der "Versailler Vertrag" 1919 die Provinz dem alliierten Japan zu. Dieser offenkundige Politschacher zum Nachteil Chinas zog eine Welle der Empörung nach sich. Am 4. Mai 1919 versammelten sich 3000 Studenten zu einer antijapanischen Massenkundgebung am Tor des Himmlischen Friedens (Tian'anmen) in Peking. Diese Demonstration war der Auslöser der 4.-Mai-Bewegung (Wusi yundong). Der Protest griff rasch um sich. In Shanghai streikten am 5. und 11. Juni zehntausende Arbeiter, Angestellte, Studenten und Händler. Die in Frankreich 1925 gedruckte und handkolorierte Postkarte ist dem Studentenprotest in Tianjin (Tientsin), gewidmet, schon damals eine bedeutende Hafen-, Industrie- und Universitätsstadt (1920 800.000 Einwohner) und nach Shanghai das zweitgrößte Handelszentrum Chinas. [Sammlung Senenko]
Monat Mai 2025
Deutschland, Mai 1925
Arbeiter-Esperantogruppe Leipzig im Mai 1925 (Laborista Esperanto Grupo – Leipzig, Majo 1925)
Nach der gewaltsamen Beseitigung der Linksregierungen in Sachsen und Thüringen (1923) war beim Polizeipräsidium Leipzig eine „Esperanto-sprachliche Dienststelle“ eingerichtet worden, die Nachrichten über den Arbeiter-Esperanto-Bund (AEB) sammelte. Dem AEB gehörten SPD- und KPD-Mitglieder, aber auch viele parteilose Arbeiter an. 1924 kam es beim AEB zu Hausdurchsuchungen der Polizei. Als Ersatz für die verbotene KPD-Zeitung "Sächsische Arbeiter-Zeitung" (SAZ) brachten kommunistische Esperantisten zwischen Januar und Oktober 1924 sechzehn Ausgaben des „Völkerspiegel“ heraus, der Übersetzungen aus ausländischen Esperanto-Organen und von Briefen ausländischer Genossen publizierte. Die Leipziger Ortsgruppe des AEB war die mitgliederstärkste im Deutschen Reich. Der AEB wurde im April 1933 verboten. 1936 folgte trotz ihrer Anbiederungsversuche das Verbot der bürgerlichen Esperantovereine.
[Sammlung Senenko]
Monat April 2025
Deutschland, April 1930
10 Jahre Siedlung Hamburg Langenhorn.
1930 herausgegebene Jubiläumspostkarte. Zehn Jahre zuvor war der erste Wohnblock am 1. April 1920 übergeben und bezogen worden. Der Bau der Siedlung war 1919 begonnen und 1921 vollendet worden. Seit 1951 trägt sie den Namen seines Architekten Fritz Schumacher (1869-1947), der seit 1909 Hamburgs Oberbaudirektor war. Schumacher setzte mit 660 Häusern das größte Siedlungsprojekt Hamburgs um, das zudem der Gartenstadtidee verpflichtet war. Zu jedem Haus gehörte ein Garten von 650 qm.
[Sammlung Senenko]
Monat März 2025
Schweiz, März 1935
Zwei Meisterspieler beim Moskauertournier 1935.
Herausgeber: Schweizerischer Arbeiterschachbund.
Künstlersignatur: fourri
Die Karte erschien anlässlich des 2. Internationalen Schachtourniers vom 15.2. bis 15.3.1935 in Moskau, das Flohr gemeinsam mit Michail Botwinnik gewann.
Links am Brett karikierte der Zeichner den bekannten jüdischen Schachspieler Salo Flohr aus der Tschechoslowakei (Salomon Michailowitsch Flor, 1908-1983). In der Mitte der 30er Jahre gehörte Flohr zu den weltweit erfolgreichsten Schachspielern. Er emigrierte vor der Annexion der ČSR durch Nazideutschland nach Schweden und nahm 1942 die sowjetische Staatsangehörigkeit an. Der Erlös aus dem Verkauf der Karte diente der Finanzierung des "Länderwettspiels Dänemark-Schweiz".
[Sammlung Senenko]
Monat Februar 2025
Frankreich / Marokko, Februar 1925
Protestkarte gegen den Kolonialkrieg und Genozid in Marokko, an dem neben Spanien auch Frankreich beteiligt war.
Titel (Französisch): La civilisation française au Maroc / 12.000 tués, 4 milliards gaspillés! Les ouvriers et les paysans ont donné tout cela / Regardez pour quoi faire? - Übersetzung: "Zivilisation auf französisch in Marokko. 12.000 getötet, 4 Milliarden Franc verschwendet! Arbeiter und Bauern haben dafür alles geben müssen. Wissen Sie, was zu tun ist?"
Hintergrund ist der Kolonialkrieg Spaniens gegen die um ihre Unabhängigkeit kämpfenden Berberstämme (ab 1923 Rifrepublik) in Marokko von 1921-1926. In den Krieg griff ab 1925 auch Frankreich ein. Spanien setzte gegen die Rifrepublik 500 Tonnen Senfgas ein, das Tausenden Zivilisten das Leben kostete und weite Berber-Gebiete kontaminierte. Am 27. Mai 1926 musste sich Abd al-Karim, Präsident der Rifrepublik, den Franzosen ergeben.
Herausgeber: Fédération Nationale des Jeunesses Communistes, Paris.
[Sammlung Senenko]
Monat Januar 2025
Tschechoslowakei / ČSR, Januar 1925
Kunstpostkarte zu einem Gedicht von Petr Bezruč.
Titel (Tschechisch): Když nás zbylo sedmdesát, tisíců jen sedmdesát, smíme žít?
Übersetzung: "Wenn wir siebzigtausend blieben, siebzigtausend nur verblieben, darf man sein?"
Künstler: Břetislav Bartoš, 1893-1926, tschechischer Maler und Grafiker.
Břetislav Bartoš, von dem neben Schlachten- und Heimatbildern auch symbolistische Motive bekannt sind, wandte sich in den 1920ern auch sozialen Themen zu. Unser Motiv ist voller Symbolik; die Komposition erinnert an das bekannte Gemälde "Der vierte Stand" (1901) von Giuseppe Pellizza da Volpedo. Das Bild schuf Bartoš im Jahr 1924 zum bekannten Gedicht "Siebzigtausend" des revolutionären Dichters Petr Bezruč (1867-1958). 1926 starb Bartoš an Tuberkulose.
Die Datierung des Kartendruck ist ungeklärt, um 1924 oder 1925.
[Sammlung Senenko]